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Wenn Sie in der Schweiz wohnen, sind Sie verpflichtet, sich bei einer Krankenkasse zu versichern. Dabei können Sie sich zwischen zahlreichen Versicherern entscheiden. Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie jederzeit zu einer Kasse wechseln können, bei der Sie nicht zu hohe Prämien bezahlen. Insbesondere zum Jahreswechsel wählen viele Schweizer eine neue Krankenkasse und vermeiden auf diese Weise unnötige Ausgaben.

Aktuelle Krankenkassenprämien für 2018

Die Krankenkassenprämien für 2018 werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) Ende September veröffentlicht. Bis dahin können Sie sich an der Prämienentwicklung des letzten Jahres orientieren, wenn Sie Ihre Krankenkasse wechseln möchten.

So zahlen die Schweizer 2017 im Schnitt 4,5 Prozent mehr für ihre Grundversicherung als noch im Vorjahr. Kinder zahlen sogar 6,6 Prozent mehr. Für 2018 wollen der Bund und die Kantone durch einen Eingriff in den Ärztetarif Tarmed geringere Prämienerhöhungen durchsetzen. Doch selbst mit diese Anpassung müssen Sie sich 2018 auf Prämiensteigerungen einstellen. Daher empfiehlt sich für alle Versicherten, mittels des Krankenkassenrechners zu überprüfen, ob eine andere Krankenkasse ihnen günstigere Prämien bietet.

Wenn Sie jetzt schon Ihre Beiträge berechnen wollen und eine günstigere Krankenkasse finden möchten, nutzen Sie bitte den Krankenkassenrechner.

Gesundheitswesen und Krankenkassen in der Schweiz

In der Schweiz herrscht eine Krankenversicherungspflicht. Diese gilt für alle Menschen, die in der Schweiz wohnen. Wer seinen Wohnsitz hierin verlegt, muss sich innerhalb der ersten drei Monate nach Ankunft bei einer Krankenkasse versichern.

Die Versicherungspflicht gilt allerdings nur für die obligatorische Grundversicherung. Wenn Sie Ihren Versicherungsschutz erweitern und mehr Leistungen in Anspruch nehmen wollen, können Sie zudem eine Zusatzversicherung abschliessen.

Die obligatorische Grundversicherung in der Schweiz

Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) schreibt vor, dass Sie eine obligatorische Grundversicherung abschliessen müssen. Diese Grundversicherung deckt grundlegende medizinische Leistungen bei Krankheit, Unfall und Mutterschaft ab. Die Leistungen sind gesetzlich geregelt und bei allen Krankenkassen einheitlich. Gerade deshalb ist ein Krankenkassen Vergleich so wichtig. Denn im Gegensatz zu den Leistungen unterscheiden sich die Beiträge teils stark, sodass Sie abhängig von der Krankenkasse für die gleichen Leistungen unterschiedlich hohe Prämien bezahlen.

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Leistungen der obligatorischen Grundversicherung

Die obligatorische Grundversicherung deckt Ihre grundlegende gesundheitliche Versorgung ab. Darunter fallen Kosten für die Behandlung und Arzneimittel im Krankheitsfall und nach Unfällen. Darüber hinaus bezahlt die Krankenkasse bei Entbindung und Abtreibung. Zahnarztkosten übernimmt die Krankenkasse in der Grundversicherung in der Regel nicht.

Sie müssen anfallende Gebühren vorerst aus der eigener Tasche bezahlen, wenn Sie ein Arzt behandelt oder Sie andere Leistungen in Anspruch nehmen. Ihre Krankenkasse erstattet Ihnen die Ausgaben später, sofern sie zu den gesetzlich geregelten Leistungen gehören. Allerdings zahlen die Krankenkassen nicht alles. Schließlich gibt es die sogenannte Franchise und den Selbstbehalt. Dabei handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene beziehungsweise freiwillige Selbstbeteiligungen an den Gesundheitsausgaben.

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Franchise bei der Krankenversicherung

Die Franchise bezeichnet einen jährlichen Festbetrag. Bis zu diesem Betrag müssen Sie die Kosten der ärztlichen Versorgung selbst zahlen. Die Franchise beträgt für Erwachsene (ab 18 Jahre) mindestens 300 Franken. Versicherungsnehmer haben die Möglichkeit, die Franchise freiwillig zu erhöhen und dadurch die monatlichen Beiträge zu reduzieren. Für Kinder und Jugendliche ist eine Franchise nicht vorgeschrieben.

Selbstbehalt bei der Krankenversicherung

In der Schweiz zahlen Krankenversicherte grundsätzlich zehn Prozent der Behandlungskosten selbst. Für Medikamente, die Sie durch zugelassene günstigere Generika ersetzen könnten, fallen 20 Prozent Selbstbehalt an. Allerdings ist die Höhe des Selbstbehalts gedeckelt. Für Erwachsene liegt die Jahresobergrenze bei 700 Franken. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre beträgt der Selbstbehalt maximal 350 Franken pro Jahr. Für Schwangere gilt eine Ausnahmeregelung. Zwischen der dreizehnten Schwangerschaftswoche und der neunten Woche nach der Geburt wird kein Selbstbehalt fällig.

Welche Krankenversicherung abschliessen

Generell können Sie Ihre Krankenkasse frei wählen. Die einzige Einschränkung ist, dass die Krankenkasse in dem Kanton aktiv ist, in dem Sie wohnen.
Ist eine Krankenversicherung beispielsweise in der gesamten Schweiz ausser dem Kanton Luzern aktiv, können Sie sich bei diesem Anbieter nicht versichern, wenn Sie im Kanton Luzern wohnen.

Die Krankenkasse übernimmt in der Regel nur die Kosten medizinischer Behandlungen, welche im Wohnkanton des Versicherungsnehmers erbracht werden. Sollte eine Behandlung jedoch aus medizinischen Gründen ausserhalb des Wohnkantons durchgeführt werden müssen, übernimmt die Krankenkasse auch die Kosten. Das ist beispielsweise nach einem schweren Unfall oder einem akuten Herzinfarkt der Fall.

Wie werden die Krankenkassenbeiträge berechnet?

Die Krankenkassenbeiträge, auch Prämien genannt, zahlt jeder Versicherte selbst. Die Höhe der Prämien ist den Krankenkassen, abgesehen von einigen gesetzlichen Rahmenbedingungen, selbst überlassen. Was eine Krankenversicherung kostet, lässt sich demnach nicht pauschal beantworten, zumal die Beitragshöhe von vielen Faktoren beeinflusst wird.

Je nach Kanton oder Prämienregion (Regionen mit eigener Prämienregelung innerhalb grosser Kantone werden Prämienregion genannt) kann die gleiche Krankenversicherung unterschiedlich viel kosten. Hinzu kommen Faktoren wie das Alter, das Einkommen und der Familienstand. Wer sich keine Krankenkasse leisten kann, hat die Möglichkeit, in seinem Kanton eine Prämienverbilligung zu beantragen.

Die Höhe der monatlichen Prämien können Sie durch Ausschlüsse bestimmter Versicherungsleistungen senken. Ebenso führt eine höhere Franchise zu geringeren monatlichen Prämien. Viele Versicherungen bieten zudem ein Hausarztmodell (HMO) und andere Versicherungsmodelle an. Beim HMO verzichten Sie zwar auf die freie Arztwahl, jedoch sinken die Beiträge. Der Hausarzt kann im Einzelfall entscheiden, ob er die Behandlung durchführt oder ob ein Facharzt zu konsultieren ist.

Welche Krankenkassen gibt es?

Es gibt derzeit über 60 Krankenkassen in der Schweiz. Diese sind in unterschiedlichen Kantonen aktiv. Zwar sind die Leistungen bei allen Unternehmen per Gesetz gleich, preislich gibt es jedoch grosse Unterschiede. Das belegen die kantonalen Durchschnittsprämien, die jährlich durch das BAG veröffentlicht werden. Auch Kleinkinder müssen versichert werden. Anders als in Deutschland oder Österreich gibt es keine Familienversicherung.

Die Prämie der obligatorischen Krankenversicherung bemisst sich nur nach dem Kanton. Innerhalb dieses Gebiets ist der Beitrag bei einem bestimmten Versicherer für alle Bürger einheitlich.

Beste Krankenkasse finden

Wenn Sie eine neue Krankenversicherung benötigen, möchten Sie natürlich die beste Krankenkasse finden. Neben den Empfehlungen von Freunden und Bekannten können auch Testergebnisse herangezogen werden. In regelmässigen Abständen untersuchen unterschiedliche Institutionen viele Krankenkassen und können vor allem das Thema Prämienstabilität gut bewerten. Darüber hinaus hilft Ihnen eine kostenlose Offerte dabei, eine günstige Krankenkasse zu finden.

Private Zusatzpolicen zur Krankenversicherung

Krankenkassen dürfen Versicherungsanträge der obligatorischen Grundversicherung nicht ablehnen, ganz im Gegensatz zu Zusatzversicherungen. Hier ist es der Krankenkasse freigestellt, wen sie zu welchen Konditionen versichern. Dabei gibt es ambulante und Spital-Zusatzversicherungen.

Mehr als vier von fünf Schweizern greifen auf private Zusatzpolicen zurück. Für Versicherte ist es sinnvoll, darauf zu achten, dass sie eine Absicherung wählen, die ihnen einerseits die gewünschten Leistungen bietet und die andererseits nicht zu teuer ist. Dabei sind folgende Varianten üblich:

Ambulante Zusatzversicherung

Hierbei werden mehrere Zusatzleistungen zusammengefasst, zum Beispiel psychotherapeutische Behandlungen, die Übernahme von ansonsten nicht erstattungsfähigen Medikamenten und Hilfsmitteln, Vorsorgemassnahmen, Brillen und Kontaktlinsen, Transport- und Rettungskosten sowie Rechtsschutz zu Gesundheitsfragen. Ungefähr die Hälfte der Schweizer macht von dieser zusätzlichen Absicherung Gebrauch.

Zusatzversicherung für das Spital

Diese gliedert sich in mehrere Möglichkeiten:

  1. Mit einer freien Spitalwahl in der ganzen Schweiz werden eventuelle Mehrkosten aufgefangen, wenn die Behandlung teurer ist als im eigenen Kanton. Informieren Sie sich, wie hoch die Sätze an Ihrem Wohnort sind. Zumeist ist ein solcher Schutz in Grossstädten wie Basel oder Zürich weniger notwendig als in kleineren Orten.
  2. Auch die Unterbringung innerhalb des Hospitals kann vertraglich genau fixiert werden. So ist es möglich, sich von einem Chefarzt behandeln zu lassen und entweder halbprivat in einem Zwei-Bett-Zimmer oder privat in einem Einzelzimmer untergebracht zu werden. Sollte das Spital überfüllt sein, ist es jedoch nicht garantiert, dass der Versicherte das gewünschte Zimmer erhält.

Die Einquartierung in einem Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer muss nicht mit der Chefarztbehandlung verbunden sein. Eine sogenannte Hotel-Versicherung fokussiert sich nur darauf, eine Unterbringung in einem Mehrbettzimmer zu vermeiden. Mit dem Angebot „Flexibler Spitalzusatz“ können Schweizer im Übrigen vor Ort wählen, ob sie in einem Ein-, Zwei- oder Mehrbettzimmer schlafen möchten.

Zusatzpolice für alternative Heilmethoden

Viele Heilmethoden sind in der obligatorischen Krankenversicherung in der Schweiz anerkannt. Wenn der gewünschte Heilpraktiker jedoch nicht auf der Therapeutenliste aufgeführt ist, kann der Patient über eine zusätzliche Versicherung nachdenken.

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Krankenkasse und Zusatzversicherung kündigen

Wer Sie Ihre Krankenkasse wechseln möchten, müssen Sie sich an bestimmte Fristen halten. Die gesetzlichen Kündigungsfristen der Grundversicherung unterscheiden sich von den Fristen der Zusatzversicherungen. Zudem sind beide Versicherungen voneinander unabhängig. Auf oeffentliche-krankenkasse.ch finden Sie alle wichtigen Informationen, die Sie benötigen, wenn Sie Ihre bisherige Krankenkasse kündigen und zu einer günstigeren wechseln wollen.

Krankenkasse für Auswanderer Pflicht

Genauso wie für die Eidgenossen ist die Schweizer Krankenkasse für Auswanderer obligatorisch. Doch wer neu in die Schweiz zieht, denkt häufig nicht als erstes an seinen Versicherungsschutz. Dabei kann die Krankenkasse für Auswanderer nur bis zu einer bestimmten Frist selbst gewählt werden. Zudem ist ein reibungsloser Übergang des Versicherungsschutzes zwischen der alten und neuen Heimat wichtig. Die Redaktion von oeffentliche-krankenkasse.ch klärt auf, wie der Wechsel in die Schweizer Krankenkasse für Auswanderer gelingt und wie Sie dabei Geld gespart werden können.

Private Policen wie eine eventuelle Haft- oder Unfallpflichtversicherung wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung müssen erst im nächsten Schritt geplant werden.

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Krankenkasse für Auswanderer: Frist einhalten

Auswanderer haben drei Monate Zeit, um sich bei einer Schweizer Krankenkasse in der sogenannten Grundversicherung zu schützen. Diese Frist beginnt mit der Ankunft im Land, also auch für Menschen, die noch keine gültige Aufenthaltsgenehmigung haben. Das ist im Schweizer Krankenversicherungsgesetz (KVG) festgelegt und gilt für alle Mitglieder aus der Familie. Jede Person muss die Grundversicherung einzeln regeln, eine Absicherung für die ganze Familie ist nicht vorgesehen. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind jedoch geringe Beitragssätze vorgesehen. Wer sich als Auswanderer nicht innert drei Monaten bei der Krankenkasse anmeldet, wird von der ortsansässigen Behörde einer beliebigen Krankenkasse zugeteilt. Das hat den Nachteil, dass Versicherungsnehmer dadurch unter Umständen höhere Prämien für einen gleichwertigen Schutz zahlen.

Bis zur Aufnahme in eine Schweizer Krankenkasse empfiehlt es sich, den Versicherungsschutz aus der alten Heimat beizubehalten. So lassen sich in Ruhe alle Formalitäten regeln. Allerdings sollte mit dem Versicherer aus dem Heimatland geklärt werden, wie lange die Krankenkasse für Auswanderer in der Schweiz Bestand hat.

Krankenkasse muss jeden Auswanderer aufnehmen

Die Krankenkasse in der Schweiz ist stark reglementiert: Niemand darf vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden und die Leistungen sind für alle einheitlich. Das gilt auch für Auswanderer. Die Krankenkasse zahlt für ambulante Behandlungen in der Arztpraxis und die stationäre Krankenpflege im Spital. Ebenso erstattet die Kasse anerkannte Medikamente, die Krankenpflege daheim im sogenannten Spitex, Laboruntersuchungen, medizinisch notwendige Transporte und Präventionsmassnahmen.

Krankenkasse für Grenzgänger

Wenn Sie eine Arbeit in der Schweiz aufnehmen, jedoch Ihren Wohnsitz weiter im Ausland behalten, sind Sie ebenso versicherungspflichtig. Eine gleichwertige oder hochwertige Auslandskrankenversicherung entbindet prinzipiell nicht von der Pflicht, sich in der Schweiz zu versichern. Diese Regel für Grenzgänger gilt für den EU- und EFTA-Raum, also etwa für Pendler aus Deutschland oder Österreich.

In den ersten drei Monaten besteht durch das bilaterale Abkommen aus dem Jahr 2002 für Grenzgänger aus EU-Ländern ein Optionsrecht. Das heisst, dass sie können selbst wählen, ob sie die Schweizer Grundversorgung nutzen oder weiterhin in ihrem Land versichert bleiben möchten. Diese Option setzt voraus, dass die heimische Krankenkasse auch für anfallende Kosten in der Schweiz aufkommt. Der Grenzgänger muss dabei von sich aus aktiv werden: Verstreicht das Optionsrecht, wird er ähnlich wie der Auswanderer nach drei Monaten von amtlicher Stelle automatisch einer beliebigen Krankenkasse zugeordnet.

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Die Initiative für eine öffentlich-rechtliche Krankenkasse in der Schweiz ist knapp gescheitert. Auf dieser Domain befand sich damals der Internetauftritt der Initiative. Jetzt entsteht hier ein großes Informationsportal über das Schweizer Krankenkassensystem.

Hier finden Sie einige Artikel zur Volksabstimmung über eine öffentliche Krankenkasse:

http://www.politnetz.ch/abstimmungen/2014-09-28/999/offentliche-krankenkasse

 

 

Besuchen Sie auch weitere Projekte unserer Redaktion in Deutschland:

www.rechtsschutzversicherungtest.de

www.berufsunfaehigkeitsversicherung-test.de

privatekrankenversicherungtests.de

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