Beste Krankenkasse im Test

Die besten Krankenkassen sind im Test der Konsumentenmagazine rund 1.000 Franken pro Jahr günstiger als die teuersten Krankenversicherungen. Da die Leistungen vollkommen gleichwertig sind, lohnt sich ein Vergleich der 80 Schweizer Krankenkassen nicht nur durch Tests, sondern auch Vergleichsrechner. Sparen war nie einfacher als jetzt, denn für das Jahr 2016 gab es im Schnitt ein Prämienanstieg zwischen 4 und 6 Prozent. Wie das BAG mitteilte, steigen die Prämien 2017 erneut um durchschnittlich 4,5 Prozent. Die Krankenkassen Tests zeigen, sind die Unterschiede je nach Anbieter und Kanton gewaltig. Hinweis: Die Daten sind für 2017 noch nicht aktualisiert. Die vorhandenen Zahlen, zeigen jedoch, wie stark die Prämienunterschiede sind.

Welche Krankenkasse ist die Beste?

Es gibt auch Krankenkassen, die durch eine hohe Beitragsstabilität glänzen. Beim Krankenkassenvergleich spielen aber auch noch weitere Fragen eine Rolle:

  • Welche Krankenkasse ist im Test am günstigsten?
  • Wer hat die höchste Kundenzufriedenheit?
  • Und welche Franchise ist für mich am besten geeignet?
Die Redaktion von oeffentliche-krankenkasse.ch klärt auf und erleichert somit die Suche nach der besten eidgenössischen Krankenkasse 2016.

Assura beste Krankenkasse im Test von K Tipp

Das Deutschschweizer Konsumentenmagazin K Tipp hat sich im Oktober 2014 ausführlich mit den Grundversicherern beschäftigt. Im Test der besten Krankenkasse wurden 20 Anbieter in 78 verschiedenen Orten verglichen. Untersucht wurde nur die ordentliche Franchise von 300 Franken mit einer Unfalldeckung. Als mit Abstand günstigste Krankenkasse erweist sich im Test die Assura, die in den Monaten nach dem Check des Konsumentenmagazins stark gewachsen ist. Allein bis zum Mai 2015 stieg die Anzahl der Mitglieder im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent. Die Prämien blieben hingegen in letzter Zeit relativ konstant. Von 2014 auf 2015 hob das Unternehmen die Beiträge um lediglich 0,59 Prozent an. Zum Vergleich: Die Konkurrenz erhöhte die Prämien um rund 4 Prozent.

Der Abstand der besten Krankenkasse zu der zweitplatzierten Mutuel Assurances fällt im Test der K Tipp mit 60 Franken pro Monat sehr groß aus. Die folgenden Krankenkassen liegen preislich eng beieinder. Die Avenir berechnet nur 1,50 Franken, die Philos rund 5,5 CHF und die Easy Sana 6,5 Franken mehr als die Mutuel Assurances. Bei allen Versicherern zahlen Kunden unter 390 Franken pro Monat. Weniger als 400 Franken pro Monat müssen darüber hinaus auch die Versicherten der Avanex, KPT, Atupri, ÖKK und Progrès für eine Grundversicherung mit ordentlicher Franchise bezahlen.

K Tipp: Beste Krankenkassen mit ordentlicher Franchise

Platz Krankenkasse Durchschnittliche Monatsprämie

  1. Assura 321,30 CHF
  2. Mutuel Assurances 381,50 CHF
  3. Avenir 383,00 CHF
  4. Philos 387,10 CHF
  5. Easy Sana 388,20 CHF

Als teure Krankenkassen stellen sich im Test der K Tipp die Swica und Visana heraus, die mit 425 beziehungsweise 430,80 Franken deutlich über dem Durchschnitt liegen. Am meisten zahlen aber die Kunden der Wincare, die pro Monat 454,40 verlangt. Das sind 133 Franken pro Monat mehr als die Assura. Im günstigsten Fall lassen sich durch einen Krankenkassenwechsel somit über 40 Prozent der Prämien einsparen!

Beste Krankenkassen im Test der Saldo

Auch das Konsumentenmagazin Saldo hat im Oktober 2014 einen Test der besten Krankenkassen vorgestellt. Der Vergleich der Prämien wurde durch das Vermögenszentrum VZ aus Zürich durchgeführt und offenbart den Schweizern ein enormes Sparpotenzial bei der Wahl ihrer Krankenkasse. Besonders bei der höchsten Wahlfranchise von 2.500 Franken können Eidgenossen ihr Portemonnaie sehr stark entlasten. Aber auch bei der ordentlichen 300-er Franchise sowie der mittleren Franchise von 1.500 Franken lässt sich der Geldbeutel schonen.

Als Beispiele führt das Magazin Saldo drei Fälle für die unterschiedlichen Franchisen an, bei denen die Ersparnis mindestens 1.500 Franken beträgt. Wer im Kanton Luzern wohnt und bei der Visana mit der ordentlichen 300-er-Franchise krankenversichert ist, muss pro Jahr einen Beitrag von gut 4.050 Franken leisten. Bei der Progrès würden hingegen nur 2.530 Franken fällig – durch einen Wechsel könnte der Luzerner also über 1.500 Franken einsparen, ohne dass sich die Leistungen verschlechtern würden.

In dem zweiten Fall ist ein Ehepaar aus dem Basler-Land mit einer Franchise von 1.500 bei der Hotela abgesichert. Die Krankenversicherung kostet für die Beiden 6.240 Franken im Jahr. Mit einem Wechsel zur Hermes spart das Ehepaar über 1.800 Franken, da der günstigste Anbieter der Region nur 4.430 Franken pro Jahr veranschlagt.

Unglaubliche 2.818 Franken kann eine Züricherin mit der höchsten Franchise von 2.500 Franken weniger ausgeben, wenn sie statt der teuren Supra die EGK bevorzugt. Statt 4.522 Franken müsste die Züricherin nur 1.704 CHF pro Jahr bezahlen.

Saldo Test: Günstigste Krankenkassen nach Franchise und Kanton

In dem Test der Saldo wird deutlich, dass es keine beste Krankenkasse für alle Schweizer gibt, sondern der günstigste Anbieter je nach Wohnort und der bevorzugten Franchise variiert. Mehrmals auszeichnen können sich aber die Assura für die niedrigen Franchisen 300 und 1.500 Franken sowie die EGK in allen drei Fällen. Im Gegensatz dazu fallen einige Unternehmen wiederholt als teuerster Anbieter in einem bestimmten Kanton auf. Am häufigsten erreicht die Supra diesen unrühmlichen Spitzenplatz, auch die Visana wird oft als sehr kostspielig genannt. Das trifft in einigen selteneren Fällen auch auf die Wincare und KPT zu.

Krankenkassen werden untersucht und bewertet

Insbesondere bei der ordentlichen Franchise gibt es keine Krankenkasse, die in vielen Kantonen durchgehend die niedrigsten Prämien verlangt. Immerhin gleich fünf Mal erweist sich die Assura als sehr preiswert, nämlich in Basel, Zürich, Obwalden, Ticino und Schaffhausen.Die EGK liegt in Fribourg, Graubünden, Bern, Jura und St. Gallen vorn. Ansonsten sind die günstigsten Anbieter je nach Wohnort sehr verschieden. Das günstigste Angebot in allen Kantonen gibt es in Nidwalden, wo die KPT ihren Kunden gerade einmal 172,50 Franken pro Monat berechnet. In Genf sind die günstigsten Krankenkassen Fonction Public und Mutuel Assurances mit rund 370 Franken mehr als doppelt so teuer.

Bei einer Franchise von 1.500 Franken zeichnet sich die Assura ebenfalls in mehreren Kantonen als beste Krankenkasse aus. Sie ist in Basel, Schaffhausen, Ticino, Thurgau, Wallis und Zug am preiswertesten. Die Aquilana überzeugt als billigster Anbieter in Appenzell Ausserrhoden, Graubünden, Nidwalden und Obwalden. Die EGK liegt in Bern, Fribourg, Jura und Zürich vorn. Am billigsten ist eine 1.500-er-Franchise in Appenzell Innerrhoden, wo die Intras pro Monat unter 100 Franken berechnet. Als teuer erweist sich erneut Genf mit mindestens 290 Franken pro Monat.

Bei den niedrigeren Franchisen von 300 und 1.500 Franken taucht die Assura in vielen Kantonen vorn auf, während sie sich bei der höchsten Franchise von 2.500 CHF weniger eignet. Hier haben andere Versicherer die Nase vorn. Die Sansan ist die beste Krankenkasse in Basel-Land, Obwalden, Solothurn, Schaffhausen, Thurgau und Ticino. Die EGK bietet in Appenzell Innerrhoden die günstigste Grundversicherung in der ganzen Schweiz an. Dort kostet die Krankenversicherung lediglich 89 Franken pro Monat. Auch in Appenzell Ausserrhoden, Bern, Fribourg, Graubünden, Jura, St. Gallen, Schwyz und Zürich ist die EGK billiger als die Konkurrenz. Die Progrès ist in Aargau, Glarus, Luzern, Neuchâtel, Schaffhausen, Valais und Zug nicht zu überbieten.

Saldo: Günstige Krankenkassen in den fünf größten Städten

Franchise Basel Bern Lausanne Zürich Genf

  • 300 Assura EGK FP* Assura, EGK FP/Mutuel Assurances
  • 1.500 Assura EGK FP Assura, EGK FP/Mutuel Assurances
  • 2.500 Hermes EGK CM Troistorr. EGK FP/Mutuel Assurances

*FP = Fonction Public

Eine detaillierte Übersicht mit allen günstigen Krankenkasse lässt sich als PDF-Dokument auf der Test-Seite der Saldo kostenlos herunterladen.

Comparis Krankenkassen Test: Aquilana mit bester Kundenzufriedenheit

Beim Vergleich der Krankenkassen können Schweizer nicht nur auf die Beiträge, sondern auch auf den Service der Versicherer Wert legen. Einen entsprechenden Test hat das Vergleichsportal Comparis im März 2015 publiziert. Hierbei stand die Zufriedenheit der Kunden mit den Leistungen ihrer Krankenkasse im Vordergrund. An der nicht-repräsentativen Umfrage nahmen 3.400 Personen teil. Abgefragt wurde, inwieweit sich die Mitarbeiter der Krankenkassen mit fachlichen Ratschlägen und persönlichem Engagement für ihre Kunden einsetzen. Außerdem spielte eine Rolle, wie verständlich die Kundeninformationen gestaltet sind und wie gut die Abrechnungen von Leistungen funktionieren.

Im Test von Comparis äußern sich die meisten Kunden positiv über ihren Versicherer. Als beste Krankenkasse aus Sicht der Kunden setzte sich die Aquilana durch, die als einziges der 24 getesteten Unternehmen eine sehr gute Wertung erreichte. 13 weitere Anbieter waren jedoch gut, so dass ein Großteil der Krankenkassen in einem positiven Licht erscheint. 8 Mal lautete das Urteil der Kunden befriedigend, nur 3 Mal hieß es „genügend“. Im Idealfall konnten die Krankenkassen 6 Punkte erreichen. Es gab also ein umgekehrtes Notensystem wie in der Schule.

Unter den am schlechtesten bewerteten Krankenkassen befindet sich auch die Assura, die in den anderen Tests durch niedrige Prämien glänzte. In der Kundenumfrage von Comparis kam sie nicht über 4,3 hinaus –. Ebenfalls nur mit genügend bewerteten die Kunden die Mutuel Assurance sowie die Easy Sana aus der Group Mutuel.

Krankenkassen mit bester Kundenzufriedenheit

  1. Aquilana – sehr gut – 5,5
  2. Agrisano – gut – 5,3
  3. KPT/CPT – gut – 5,2
  4. Progrès – gut – 5,2
  5. Sanitas – gut – 5,1
  6. Sansan – gut – 5,1

Ebenfalls mit einer guten Note und jeweils 5,0 Punkten zeichnete Comparis die Atupri, Avanex, Helsana, Intras, ÖKK, Visana aus.

Beste Krankenkassen ermitteln

Auf oeffentliche-krankenkasse-ch finden Sie Formulare, wo Experten die für Sie gratis die günstigste und beste Krankenkasse ermitteln. Wer sich für einen anderen Versicher entscheidet, muss aber unbedingt die Wechselfrist beachten. Das Kündigungsschreiben muss per Brief-Einschrieben bis zum 30. November bei der alten Krankenkasse vorliegen, damit der Wechsel zum Start des neuen Jahres vollzogen werden kann. Nur wer von der ordentlichen Franchise in eine Wahlfranchise wechseln möchte, kann sich auch bis Ende Dezember Zeit lassen.

Mit der richtigen Franchise Prämien für Krankenkasse sparen

Nicht nur durch den Wechsel des Unternehmens, sondern auch durch eine Änderung der Franchise lassen sich die Kosten für die Krankenversicherung erheblich senken. Bei der höchsten Franchise von 2.500 Franken fallen die Prämien erheblich niedriger aus als bei einer ordentlichen Franchise. Beispielsweise zahlen St. Gallener Kunden der EGK statt 217 CHF monatlich nur 109 Franken. Auf das Jahr gerechnet macht das eine Ersparnis von rund 1.250 Franken aus. Die ständigen Kosten lassen sich also um die Hälfte halbieren. Auf der anderen Seite erhöht sich allerdings das Risiko, bei einer schwerwiegenden Erkrankung oder häufigen Krankheitsfällen selbst tief in die Tasche greifen zu müssen. Bis zu der Höhe der Franchise müssen die Kosten für Mediziner, Spital und Medikamente schließlich zu 100 Prozent selbst getragen werden. Das Risiko ist daher bei der höchsten Franchise um 2.200 Franken höher als bei der Grundfranchise. Der Selbstbehalt von 10 Prozent bis zu 700 Franken pro Jahr kommt in beiden Fällen hinzu. Im allerschlechtesten Fall zahlen Schweizer für ihre medizinische Versorgung also zusätzlich zu den Prämien 3.200 Franken. Daher rät das Konsumentenmagazin Saldo nur sehr fitten Menschen und Gutverdienern zu der höchsten Franchise. Nach einem Plan des Bundesamts für Gesundheit soll der Rabatt für die höchste Franchise ab 2017 gekürzt werden – statt 1.540 Franken soll er in Zukunft nur noch 1.100 Franken betragen. Sie sollten die aktuellen Entwicklungen zum Thema Franchise verfolgen. In den nächsten Jahren sollen die hohen Rabatte bei Franchise gestrichen werden.

Alle Schweizer, die als Arbeitnehmer mindestens 8 Stunden Arbeit pro Woche verrichten, können sich die überflüssige Unfalldeckung sparen. Sie sind bereits über den Arbeitgeber abgesichert. Wer sich zudem verpflichtet, einen bestimmten HMO- oder Hausarzt aufzusuchen und somit auf die freie Arztwahl verzichtet, erhält bei vielen Kassen einen Rabatt auf die Prämie.

Nachfolgend finden Sie noch eine Übersicht zu den besten Krankenkassen für Ihren Kanton

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