Beste Krankenkasse für St. Gallen

Die größte Krankenkasse St. Gallens besitzt deutlich mehr Mitglieder, als der Hauptort des Kantons Einwohner. Die Swica Winterthur umfasst ist in der ostschweizer Region mehr als 121.228 Versicherte. In der Gallusstadt, die für ihre Stiftskirche und Stiftsbibliothek bekannt ist, leben gut 75.000 Menschen. Mit fast 500.000 Einwohnern ist St. Gallen gewiss kein kleiner Kanton. Die Bewohner leben jedoch eher in kleineren Gemeinden als in großen Städten. Mit gut 26.000 Eidgenossen ist Rapperswil-Jona die zweitgrößte Stadt nach dem Hauptort. Ähnlich groß ist die Gemeinde Will mit rund 23.500 Einwohnern.

Auf ihre Krankenkassen verteilen sich die St. Gallener nicht ganz so gleichmäßig wie auf die Fläche des Kantons. Die Swica Winterthur ist klarer Marktführer. Auch der größte Konkurrent CSS Luzern erreicht nicht annähernd 100.000 Mitglieder.

Zehn größte Krankenkassen St. Gallens:

KrankenkasseMitglieder
Swica Winterthur121.228
CSS Luzern71.347
Concordia Luzern35.497
KPT Bern27.997
Avanex Zürich27.321
Avenir Martigny 24.629
Helsana Zürich15.689
Sana24 Bern15.669
Sanitas Zürich15.655
Aggrisano Brugg 15.069

Quelle: BAG, Bestandszahlen 2014

Dass der Kanton St. Gallens mit seinen vielen Wander- und Radwegen ländlich geprägt ist, hat Auswirkungen auf die Krankenkassenprämien. In den großen Ballungszentren wie Basel-Stadt sind die Beiträge laut den kantonalen Durchschnittsprämien des Bundesamts für Gesundheit (BAG) wesentlich höher. An der Schwelle zum Appenzellerland werden die Menschen hingegen weniger stark an den steigenden Gesundheitskosten beteiligt. Für Kinder haben sich die Krankenkassenprämien kaum erhöht. Auch bei jungen Erwachsenen im Alter von 19 bis 25 Jahren fällt der Anstieg im Vergleich zur gesamten Schweiz moderat aus. Einzig Erwachsene über 26 Jahren müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen – allerdings liegt St. Gallen auch hier unter dem landesweiten Durchschnitt.

Beitragserhöhungen 2015/2016: St. Gallen und Schweiz im Vergleich

krankenkassenprämien st. gallen schweiz

St. Gallener müssen deutlich weniger für ihre Krankenkasse zahlen als ein durchschnittlicher Eidgenosse. Das gilt sowohl für Erwachsene, junge Erwachsene als auch Kinder. Zwar sind die Krankenkassenbeiträge für Erwachsene in zwölf Kantonen sogar niedriger, jedoch nicht mehr als höchstens 70 Franken pro Monat. Der Unterschied zum teuersten Kanton Basel-Stadt beträgt rund 150 Franken. Hier ein Überblick über die Kosten für die Krankenkasse im Vergleich von St. Gallen und der Schweiz:

kosten-krankenkasse schweiz st-gallen

Prämienregionen der St. Gallener Krankenkassen

Innerhalb des Kantons müssen nicht alle St. Gallener gleich hohe Beiträge bezahlen. Das BAG legt für das Gebiet drei Prämienregionen mit unterschiedlich hohen Kosten fest. Dies ist in Artikel 61 Absatz 2 KVG verankert. Welche Beiträge die Einwohner St. Gallens für ihre Krankenkasse zahlen müssen, richtet sich nach der Postleitzahl. In einem Wahlkreis kann es also zwei oder sogar drei verschiedene Prämienregionen geben.

Für Erwachsene ergibt sich eine Differenz von 776 Franken pro Jahr zwischen der niedrigsten und der höchsten Prämienregion. Deutlich kleiner ist der Unterschied bei Kindern, bei denen die Beiträge um 144 Franken pro Jahr auseinandergehen.

Überblick über die unterschiedlichen Prämienregionen in Luzern:

Prämienregion
Durchschn. Jahresprämie
für Erwachsene
Gemeinden u.a.
15.052 CHFSt. Gallen, Niederbüren, Gaiserwald, Goassau, Oberbüren,Wil
24.668 CHFAu, Bad Ragaz, Häggenschwil, Rorschach, Thal, Waldkirch, Wittenbach
34.476 CHFAltstätten, Grabs, Mosnang, Neckertal, Oberhelfenschwil, Sennwald

Quelle: Eidgenössisches Department des Innern (EDI), Stand 2016

Krankenkassen für St. Gallen vergleichen

Die beste Krankenkasse in St. Gallen muss nicht zwangsläufig das günstigste Unternehmen sein. Allerdings spielen die Prämien beim Vergleich eine wichtige Rolle, weil sich die Leistungen innerhalb der Grundversicherung nicht unterscheiden. Neben der obligatorischen Krankenversicherung (Grundversicherung mit Unfalldeckung und 300-er Franchise) stehen auch alternative Modelle und unterschiedliche Franchisen zur Auswahl. Deshalb kann nicht nur eine „beste Krankenkasse“ für St. Gallen geben.

Tipp:
Mit unserem Vergleich-Rechner lassen sich die Krankenkassen in St. Gallen und der ganzen Schweiz individuell vergleichen. Hier können Versicherte das passende Modell, die gewünschte Franchise sowie Tarife mit oder ohne Unfalldeckung auswählen. Da der Vergleich genau auf den Wohnort und das Alter abgestimmt ist, ergeben sich sehr genaue Ergebnisse über die besten Krankenkassen für St. Gallen. Alternativ gibt auch das Bundesamts für Gesundheit einen Überblick über die Höhe der Krankenkassenbeiträge.

Günstigste Krankenkasse für St. Gallen

Als besonders preiswert für Erwachsene über 26 Jahren erweist sich die Assura Pully. Sie bietet für alle drei Prämienregionen und alle möglichen Franchisen die günstigste Grundversicherung an. Der Unterschied zu den anderen Unternehmen wie Galenos Zürich und Sanagate Luzern ist in der Gallenstadt mit rund 12 Franken am größten. In ländlichen Gebieten sind die beiden Konkurrenten fast gleich günstig.

Für junge St.Gallener macht im Hauptort des Kantons die Sumiswalder Sumiswald das preiswerteste Angebot. Auch in der Prämienregion 2 ist sie günstig. Die Galenos Zürich empfiehlt sich dort bei einer sehr hohen Franchise und liegt zudem in der Prämienregion 3 vorn.

Unsere Übersicht zeigt jeweils die Beiträge für eine Grundversicherung mit ordentlicher Franchise. Der Unterschied zur höchsten Wahlfranchise ist groß. Beispielsweise zahlen Erwachsene in der Stadt St. Gallen 340,20 Franken. Entscheiden sie sich für einen Tarif ohne Unfalldeckung und mit 2.500-er-Franchise, kostet die Krankenkasse weniger als 200 Euro im Monat.

Günstigste Grundversicherung in Luzern:

 Prämienregion 1Prämienregion 2Prämienregion 3
Erwachsene (über 26 Jahre)Assura Pully: 340,20 CHFAssura Pully: 315,40 CHFAssura Pully: 302,80 CHF
Junge Erwachsene (19 bis 25 Jahre)Sumiswalder Sumiswald: 330,60 CHFSumiswalder Sumiswald: 306,40 CHF;
Galenos Zürich (2.500-er Franchise)
Galenos Zürich: 290,00 CHF

Quelle: Eidgenössisches Department des Innern (EDI), Stand 2016; Beiträge für Erwachsene ab 26 Jahren, Grundversicherung mit 300-er-Franchise und Unfalldeckung

Alternative Modelle wie das Hausarzt- oder HMO-Modell ermöglichen es, die Beiträge noch stärker zu senken. Im Gegenzug sind Versicherte verpflichtet, zunächst einen „Erstversorger“ aufzusuchen, also zum Beispiel eine bestimmte HMO-Praxis. Diese sollte nicht zu weit von zu Hause entfernt sein. Ein dichtes Ärztenetz bietet etwa die Sumiswalder Sumiswald mit allein 48 Anlaufstellen im Bezirk St. Gallen. Aber auch in den anderen Wahlkreisen gibt es oft eine Auswahl von rund 20 Ärzten. Insbesondere für junge Erwachsene ist das HMO-Modell der Sumiswalder Sumiswald sehr preiswert.

Für Erwachsene ab 26 Jahren empfehlen sich unter anderem diese beiden günstigen HMO-Modelle:

KrankenkasseHMO-ModellPrämienregion 1Prämienregion 2Prämienregion 3
Atupri BernHMO306,90300,30 284,30
Avenir MartignyBasic Plus319,30 306,30 293,20

Quelle: EDI, Stand: 2016; Erwachsenen-Beiträge für ein HMO-Modell mit 300-er Franchise und Unfalldeckung

Günstige Krankenkasse St. Gallens für Kinder

Auch der Nachwuchs kann durch einen Vergleich der Krankenkassen sparen. So ist die Assura Pully in der Gallenstadt fast 60 Franken pro Monat günstiger als die Wincare Zürich, die 126,70 Franken kostet. Die Krankenkassen gewähren Zweit- und Drittgeborenen Rabatte. Insbesondere Kinder mit zwei älteren Brüdern oder Schwestern können einen Großteil ihrer Prämie sparen.

 KrankenkasseMaximale Prämien (Region 3 und 1)
1. KindAssura Pully 60,70 und 68,10 CHF
2. KindAssura Pully58,90 und 66,10 CHF
ab 3. KindAggrisano Brugg32,20 und 37,40 CHF

Quelle: EDI, 2016, Kinder-Beiträge für Grundversicherung mit 300-er Franchise und Unfalldeckung