Beste Zusatzversicherung: Kaum Testergebnisse

Anders als bei den Krankenkassen Tests gibt es über Zusatzversicherungen nur wenige Bewertungen. Diese Vergleiche liegen außerdem einige Jahre zurück – das Magazin Kassensturz führte zuletzt 2009 einen Vergleich der Zahnzusatzversicherungen und 2005 der Reiseversicherung durch. Auch beim K Tipp und Saldo werden immer wieder Empfehlungen ausgesprochen, jedoch nicht für einen konkreten Versicherer.
Beste Zusatzversicherung ohne Testergebnisse zu finden ist schwer
Dabei schließen vier von fünf Schweizer zusätzlich zur Grundversicherung auch eine freiwillige Zusatzversicherung ab. Die Nachfrage ist also enorm. Wichtig: Wer bereits eine Zusatzversicherung hat und zu einem anderen Anbieter wechseln möchte, muss bis zum 30. September ein Schreiben bei seinem Versicherer eingereicht haben. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Zusatzversicherung kündigen. Eine Zusatzversicherung muss übrigens nicht bei der eigenen Krankenkasse abgeschlossen werden. Es bleibt also sowohl eine große Auswahl an Versicherungen als auch an Unternehmen. Manchen Eidgenossen fällt es da schwer, den Durchblick zu bewahren. Welche zusätzliche Police ist für mich überhaupt sinnvoll? Und was ist der beste Zusatzversicherer für mich? Auf der Suche nach der besten Zusatzversicherung müssen Schweizer aufgrund der fehlenden Tests sehr stark selbst vergleichen – oeffentliche-krankenkasse.ch erklärt, wie man eine gute Versicherung finden kann.

Tipps der Saldo zur Zusatzversicherung

Es gibt eine ganze Reihe von Zusatzversicherungen, etwa für alternativen ambulante Behandlungen, die Zahnbehandlungen, Reiseversicherung, Brillenversicherung sowie Tagegeldversicherung. Viele dieser Komponenten fließen in einer ambulanten Zusatzversicherung zusammen. Dazu gibt es auch die reine Spitalbehandlung für die ganze Schweiz.

Das Konsumentenmagazin Saldo rät zu einem entspannten Umgang mit dem Thema Zusatzversicherung. Die wichtigsten Leistungen sind auch durch die Grundversicherung gedeckt, so dass es keinen Grund für Panik gibt. Von den Zusatzversicherungen profiteren nach Ansicht des Magazins am ehesten die Versicherer, die einen beträchtlichen Teil ihrer Einnahmen über die freiwilligen Policen geniereren.
Nach der Rechnung der Saldo ist ein Brillenzuschuss und ein Fitness-Abo oft unterm Strich ein Nullsummenspiel. Die Erstattung von Medikamenten könnte bei homöophatischen Mitteln interessant sein – allerdings sind diese oftmals vergleichsweise günstig und könnten auch ohne Versicherung aus der eigenen Tasche bezahlt werden.

Die Reiseversicherung ist laut Saldo nur in einigen Ländern empfehlenswert. Im Ausland sind die medizinischen Kosten mindestens in doppelter Höhe wie in der Schweiz durch die Grundversicherung gedeckt – das reicht in den meisten Staaten aus. Nur in den USA und Kanada, Australien und Neuseeland, Japan und Skandinavien ist eine Zusatzversicherung laut der Saldo äußerst sinnvoll.

Die Spitalversicherung in der ganzen Schweiz ist dazu konzipiert, um auch außerhalb des eigenen Kantons gleich gut versorgt zu werden. Jeder zweite Eidgenosse ist mit einer allgemeinen Spitalversicherung freiwillig abgesichert. Diese teure Versicherung ist in erster Linie für ländliche Regionen interessant, wenn man großen Wert auf die Behandlung in einem Universitätsspital legt. Auch für anspruchsvolle Städter kann sich eine Spitalversicherung lohnen – für mehr Komfort durch ein Zweibett- oder Einbettzimmer oder eine freie Wahl des Mediziners ist allerdings eine Police mit Halbprivat- oder Privatdeckung notwendig. Das Zweibettzimmer bei der halbprivaten Versicherung ist aber genauso wenig garantiert wie ein Einzelzimmer bei der privaten Alternative und kann nur bereitgestellt werden, wenn das Spital noch genügend Platz bietet. Etwa 12 Prozent der Schweizer sind halbprivat, gut 6 Prozent im ganzen Land privat spitalversichert. Wer im Urlaub erkrankt, ist übrigens als Notfall entweder über die Grundversicherung versorgt oder als Arbeitnehmer über die Unfallversicherung, wenn es sich um ein Unglück handelt.

Als äußerst lukrativ bezeichnet die Saldo die Zahnkorrekturenversicherung für Kinder. Die Versicherer übernehmen 75 Prozent der Kosten für die Kieferorthopädie oder die Behandlung mit einer Zahnspange. Im Vergleich dazu fallen die Beiträge relativ gering aus.

Beste Zusatzversicherungen im Vergleich

Anders als in der Grundversicherung können Versicherer Kunden auch die Aufnahme verwehren und den Antrag ablehnen. Wer in einem schlechten Gesundheitszustand ist, bleibt in der Regel außen vor. Weil die meisten Schweizer deshalb nach der Aufnahme ihrem Versicherer treu bleiben, sollte die Wahl der besten Zusatzversicherung gut durchdacht sein. Dabei kann auch das Verhältnis zur eigenen Krankenkasse eine Rolle spielen. Gewährt der obligatorische Versicherer einen Kombinationsrabatt beim Abschluss einer Zusatzversicherung, kann es sich lohnen, Grund- und Zusatzversicherung beim gleichen Anbieter abzuschließen. Das sorgt auch für ein Vertrauensverhältnis zur Krankenkasse und erleichtert einige Formalitäten.

Die Redaktion von oeffentliche-krankenkassen.ch hat den Test gemacht und die besten Zusatzversicherungen für Kinder, junge Leute und Familien gesucht. Jeder Nutzer kann sich ähnlich wie bei einem Buffet die gewünschten Leistungen zu einer für ihn passenden Absicherung zusammenstellen. In welcher Höhe die Versicherung in einem einzelnen Leistungspunkt Erstattungen vorsieht, sollte der Interessent vorher klären. Dort steht zum Beispiel, dass die Impfungen zu 70 oder 90 Prozent gedeckt sind oder bis zu welcher Summe die Transportkosten im Ausland übernommen werden.

Vergleich der besten Zusatzversicherungen für Familien und junge Leute

Unser erster Proband im Alter von 25 Jahren lebt in Zürich und ist als Student sehr reiselustig und gesundheitsbewusst. Er legt daher besonderen Wert auf Vorsorgeuntersuchungen, Fitness-Abos und die Übernahme von Spitalkosten im Ausland. Gute Leistungen in diesem Paket bietet z.B. die Helsana im Tarif „Top & Sana im Paket“ für 27,30 Franken pro Monat. Auch die Visana Zusatzversicherung ambulant III (Premium-Vorsorge) ist eine ernsthafte Alternative, die zudem gut 50 Franken pro Jahr preiswerter ist. Die Basis-Variante der Visana ist sogar für etwas über 80 CHF für ein ganzes Jahr zu haben.

Wer frühzeitig die Zahnkorrekturen für sein vierjähriges Kind absichern möchte, zahlt bei der Concordia & Diversa („Schweiz & Ausland) 3 Franken pro Monat. In dem Paket sind auch Brillen-Kontaktlinsen, Impfungen, Psychotherapie, Transport und Rettung im In- und Ausland sowie einige weitere Leistungen. Fast alle zusätzlichen außer Bade-Erholungskuren sowie Hauskrankenpflege sind in dem Paket der Helsana „Top & Sana enthalten“. Das Angebot kostet selbst für Kleinkinder aber bereits 291 Franken im Jahr.

Für einen 40-jährigen Familienvater lohnt sich das Angebot der Atupri in der Standard-Variante für 366 Franken im Jahr. Es umfasst sehr weitreichende Leistungen, zum Beispiel auch bei Mutterschaft, Alternativ-Medizin, eine Brillenversicherung sowie Vorsorgemaßnahmen. Nicht mit eingeschlossen sind aber Zahnkorrekturen.

Eine 60-jährige Seniorin möchte für ihren Lebensabend Medikamente, Bade- und Erholungskuren, medizinische Hilfsmittel sowie die Hauskrankenpflege absichern. Günstig ist in diesem Bereich die Concordia Diversa („Schweiz & Ausland“) für gut 192 Franken im Jahr. Einen sehr weitreichenden Schutz bietet Atupri Mivita Reala für 590 Franken. Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat die KPT Krankenpflege Comfort-Versicherung – sie kostet in der Premium-Variante 325 Franken pro Jahr.

Bei diesen besten Zusatzversicherungen handelt es sich um einige typische Beispiele. Auf der individuell besten Police spielen auch der Wohnort, das Alter und die eigenen Anforderungen an eine Zusatzversicherung eine große Rolle. Daher ist es sinnvoll, selbst einen Zusatzversicherung Vergleich anzufordern.

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