Krankenkasse kündigen – so gehts

Um seine Krankenversicherung zu wechseln, muss man seine alte Krankenkasse kündigen. Die Kündigung muss der Krankenkasse innerhalb der Kündigungsfristen zugehen. Welche Fristen beim Krankenkasse kündigen eingehalten und was beim Krankenkassenwechsel alles beachtet werden muss, erfahren Sie hier.

Vorab:
Wir erklären Ihnen, zu welchem Termin Sie Ihre Grund- und Zusatzversicherung kündigen können und helfen kostenlos bei der Suche nach einer besseren Offerte.

Seine Krankenkasse zu wechseln ist eigentlich gar nicht schwer, sofern man sich an die Kündigungsfristen hält. Eine gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsfrist gibt es nur für die obligatorische Grundversicherung, nicht für Zusatzversicherungen. Unter bestimmten Umständen ist der Wechsel der Krankenkasse auch zu Jahresmitte möglich. Hier können Sie Experten kontaktieren, die Sie kostenlos bei der Kündigung Ihrer Krankenkasse unterstützen und eine neue, günstige Krankenkasse finden.

Krankenkasse kann jährlich gekündigt werden

Jetzt kostenlosen Vergleich anfordern und Hilfe bei Kündigung erhalten

Grundversicherung: Kündigung immer zum 1. Januar

Generell gilt in der Schweiz die Regel, dass man seine Krankenkasse immer am Jahresende wechseln kann. Das gilt zumindest für die obligatorische Grundversicherung und ist unabhängig von einer möglichen Prämienerhöhung. Die Krankenkassen sind verpflichtet, ihren Kunden bis zum 31. Oktober des laufenden Jahres die Höhe der monatlichen Prämien für das Folgejahr mitzuteilen.

Für den Versicherungsnehmer ist es wichtig, darauf zu achten, dass die in dem Schreiben genannten Prämien bereits durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) genehmigt sind. Außerdem müssen die Krankenkassen auf das Kündigungsrecht hinweisen. Die Frist für die Kündigung der Krankenkasse zum 1. Januar beträgt einen Monat. Im Klartext bedeutet das, dass die Kündigung bis zum 30. November erfolgt sein muss.

Sehr wichtig ist, dass die Kündigung bis zum 30. November und zu „gewöhnlicher Geschäftszeit“ beim Versicherungsunternehmen eingeht. Das heißt, dass eine Kündigung beispielsweise ungültig ist, wenn sie am 30. November nach Geschäftsschluss in den Briefkasten der Versicherung eingeworfen wird. Das Schreiben gilt erst dann als zugestellt, wenn es bearbeitet werden kann, was in diesem Fall frühestens der 1. Dezember wäre. Gründe für die Kündigung müssen der Krankenkasse nicht mitgeteilt werden. Es ist für das Kündigungsrecht auch irrelevant, ob man eine Krankenversicherung im Standardmodell kündigen möchte oder ob es sich um ein alternatives Modell wie das Hausarztmodell handelt.

Redaktionstipp: Hier erfahren Sie alles zum Thema Zusatzversicherung kündigen.

Kündigung mit ordentlicher Franchise auch zum 1. Juli möglich

Versicherungsnehmer mit einer ordentlichen Franchise können ihre Grundversicherung auch zum 1. Juli eines Jahres kündigen. Unter einer ordentlichen Franchise verstehen die Krankenkassen eine Krankenversicherung ohne Ermäßigung (HMO, Tellmed, Hausarztmodell, etc.) und mit einer Franchise von 300 CHF für Erwachsene und 0 CHF für Kinder und Jugendliche. Im Gegensatz zur Kündigung am Jahresende beträgt die Kündigungsfrist zur Jahresmitte drei Monate. Daraus folgt, dass der Versicherer das Kündigungsschreiben bis zum 31. März erhalten haben muss.

 

Sonderkündigungsrecht bei Prämienerhöhung

Manchmal erhöhen Krankenversicherungen ihre Prämien auch im Laufe eines Jahres. In diesem Fall haben die Versicherten ein Sonderkündigungsrecht mit einer einmonatigen Kündigungsfrist. Damit eine Prämienerhöhung rechtskräftig ist, muss die Versicherung ihre Kunden zwei Monate vor der tatsächlichen Erhöhung schriftlich über die neuen Prämien und das Kündigungsrecht informieren. Die Versicherten haben nun das Recht, ihre Krankenkasse zu dem Tag zu wechseln, ab dem die neuen Prämien eingezogen werden. Stichtag für die Wahrnehmung des Sonderkündigungsrechts ist der letzte Tag des Monats vor dem Monat, nach dem die erhöhten Prämien zu zahlen sind.

Einfaches Beispiel: Eine Krankenkasse erhöht die Prämien zum 1. Oktober. Das bedeutet, dass die Versicherten spätestens am 31. Juli über die Erhöhung informiert werden müssen. Da die Kündigungsfrist einen Monat beträgt, muss die Kündigung also bis zum 31. August beim Versicherungsunternehmen eingehen. Kein Sonderkündigungsrecht gibt es übrigens bei einer selbstverschuldeten Beitragserhöhung. Sollten sich die Prämien erhöhen, weil die Krankenversicherung möglicherweise nach einem Umzug am neuen Wohnort teurer ist, gelten weiterhin die üblichen Kündigungsfristen.

Kündigung nur bei Wechsel der Krankenkasse wirksam

Da eine Krankenversicherung gesetzlich vorgeschrieben ist, kann man seiner Krankenkasse nicht kündigen, wenn man nicht bereits eine neue Krankenversicherung abgeschlossen hat. In der Schweiz sind die Krankenkassen verpflichtet, unterbrechungsfreien Versicherungsschutz zu garantieren. Aus diesem Grund bleibt man so lange bei einer Krankenkasse versichert, bis dieser eine Bestätigung einer anderen Versicherung vorliegt, dass es keine Lücke im Versicherungsschutz gibt.

Informiert der neue Versicherer den alten nicht oder nicht rechtzeitig, bleibt das alte Versicherungsverhältnis weiterhin bestehen. Als Versicherungsnehmer braucht man sich allerdings keine Sorgen zu machen, dass die Kündigung dadurch ungültig wird oder man Prämien an beide Anbieter zahlt.

Er bleibt zwar bei der alten Krankenversicherung versichert, jedoch nicht zu den alten Konditionen. Sollten die Prämien bei der neuen Krankenkasse niedriger sein als bei der alten, ist die neue Krankenkasse sogar dazu verpflichtet, dem Versicherungsnehmer die Differenz zwischen alten und neuen Prämien zu erstatten.

Keine Kündigung bei Zahlungsrückstand

Ist der Versicherungsnehmer mit seinen Zahlungen im Rückstand, ist ein Wechsel der Krankenkasse nicht möglich. Generell gelten für säumige Versicherungsnehmer die üblichen Kündigungsfristen. Die Kündigung wird jedoch nur dann wirksam, wenn die gemahnten Beträge bis zum letzten Tag der Versicherungslaufzeit, also üblicherweise dem 31. Dezember oder 30. Juni, in voller Höhe bezahlt worden sind. Ist dies nicht der Fall, wird die Kündigung unwirksam und eine Kündigung ist erst wieder zum nächsten offiziellen Kündigungstermin möglich.

Ebenfalls interessant: Artikel zum Thema Krankenkassenvergleich

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (43 votes, average: 3,91 out of 5)
Loading...