Avanex Krankenkasse

Die Avanex Krankenkasse zählt zur Helsana-Gruppe mit Sitz in Dübendorf. In der Region Zürich ist sie besonders stark verwurzelt, aber auch in anderen Teilen der Schweiz hat sie Fuß gefasst. Das Unternehmen bietet nicht nur eine traditionelle Grundversicherung an. Mit den alternativen Modellen Hausarzt und HMO können Eidgenossen in vielen Kantonen bis zu 17 Prozent sparen. Darüber hinaus lassen sich die Leistungen und Medikamente aus der obligatorischen Krankenversicherung durch Zusatzversicherungen ergänzen.

WICHTIG: Die Avanex Krankenkasse wird zum 1. Januar 2017 aufgelöst und in die Helsana Krankenkasse eingegliedert. Wir empfehlen vor der Zwangseingliederung einen Krankenkassenvergleich, um sicherzustellen, dass die Prämien dadurch nicht überdurchschnittlich steigen werden.

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Zum Jahreswechsel 2014/2015 verlor die Avanex rund 2.000 Mitglieder. Mit 205.341 Versicherten zählt sie nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit nichtsdestotrotz zu den fünfzehn größten Krankenkassen der Schweiz.
Mehr als 40 Prozent der Versicherten stammen aus dem Kanton Zürich. Auch im benachbarten St. Gallen und im südlich gelegenen Tessin hat die Avanex hohe Marktanteile. Bislang konzentrieren sich die Mitglieder sehr stark auf drei Regionen.

  1. Zürich 94.034 Mitglieder
  2. Tessin 34.252 Mitglieder
  3. St. Gallen 27.321 Mitglieder
  4. Graubünden 11.133 Mitglieder
  5. Basel-Land 9.269 Mitglieder

Prämienentwicklung der Avanex

Die Avanex hat ihre Beiträge im letzten Jahrzehnt deutlich erhöht. Nach Angaben von bonus.ch ist eine obligatorische Krankenversicherung über 50 Prozent teurer als noch 2007. Im Vergleich zur Konkurrenz hat die Avanex ihre Prämien also überdurchschnittlich stark angehoben.

2007 wurde ein durchschnittlicher Beitrag von 257 Franken fällig, während Versicherten heute fast 390 Franken berechnet wird. Damit ist die Avanex um 14 Franken teurer als der Durchschnitt aller Schweizer Krankenkassen. Vor vier Jahren war das Zürcher Unternehmen noch etwas günstiger als der durchschnittliche Mitbewerber.

Avanex: Beispielprämien nach Region

Je nach Kanton gehen die Kosten für die Krankenkasse bekanntlich weit auseinander. In den fünf Kantonen mit den meisten Mitgliedern müssen Erwachsene mit den folgenden Prämien rechnen (bei einer obligatorischen Krankenversicherung mit 300-er-Franchise und ohne Unfalldeckung):

  • 437,10 Franken in Zürich (Stadt Zürich)
  • 413 Franken in Tessin (Stadt Bellinzona)
  • 391,60 Franken in St. Gallen (Stadt St. Gallen)
  • 360 Franken in Graubünden (Stadt Chur)
  • 444,60 Franken in Basel-Landschaft (Stadt Liestal)

Mit der Auswahl einer höheren Franchise können Versicherte der Avanex die Prämien merklich reduzieren. Beispielsweise zahlen Züricher mit der höchsten Wahlfranchise (2.500 Franken) pro Monat fast 120 Franken weniger.

Tipp: Mit Hilfe unseres kostenlosen Formulars kann die Avanex mit anderen Krankenkassen verglichen werden, so dass sich schnell und komfortabel die günstige Krankenkasse für den jeweiligen Wohnsitz, Alter, Franchise und Modell ermitteln lässt.

Avanex: Alternative Modelle mit 17 % Preisvorteil

Mit einem alternativen Modell können Versicherte im Vergleich zur Grundversicherung bis zu 17 Prozent sparen. Allerdings können Konsumenten ihren Arzt nicht frei wählen, sondern müssen für die Erstversorgung eine bestimmte Praxis aufsuchen. Das kann ein Gesundheitszentrum beim HMO-Modell oder ein Hausarzt beim gleichnamigen Modell sein. In beiden Fällen ist es unabdingbar, dass der Weg zum Arzt des Vertrauens nicht zu weit ausfällt. Das Ärztenetz der Helsana ist auch für die Avanex gültig. Eine besonders große Auswahl an Medizinern gibt es in:

  • Aargau
  • Bern
  • Luzern
  • Solothurn
  • St. Gallen
  • Zürich

Das Modell BeneFit PLUS ist nur in 22 der 26 Kantone verfügbar. Nicht zur Auswahl steht das alternative Modell in Glarus, Jura, Nidwalden und Obwalden.

12 Prozent Beitragsersparnis sind garantiert, je nach Tarif sind auch bis zu 17 Prozent möglich. Am preiswertesten ist das BeneFit PLUS – Hausarztmodell 17%. Mit diesem Tarif können beispielsweise Zürcher rund 75 Franken pro Monat einsparen. Das alternative Modell kostet statt 437 Franken nur 363 Franken. Wer die höchste Franchise wählt, kann die Versicherungsprämie auf 264 Franken reduzieren.

Darüber hinaus steht auch ein alternatives Modell zur Verfügung, bei dem sich Konsumenten zunächst telefonisch beraten lassen müssen. Diese Pflicht gilt nur nicht in Notfällen, beim Gynäkologen, Augenarzt oder bei der Geburtenhilfe. Beim Produkt „BeneFit PLUS Telmed“ werden Versicherte von dem führenden Anbieter Telemedizin „Medgate“ beraten. Die Beitragsersparnis fällt mit 15 Prozent jedoch etwas niedriger aus.

Avanex Zusatzversicherungen für Spital und Zahnarzt

Wer die Leistungen der Krankenversicherungen aufstocken möchte, muss eine Zusatzversicherung abschließen. Konsumenten haben in diesem Bereich eine große Auswahl. Am populärsten sind diese Zusatzversicherungen:

  • Für ambulante Behandlungen: Mit zahlreichen Tarifen können sich Kunden eine weitergehende Behandlungen sowie Medikamente in den Bereichen Alternative Medizin, im Ausland, für Brillen, Fitness und Vorsorge sichern. Hier gibt es eine große Auswahl an Tarifen, beispielsweise „Top“ für die populärsten Ergänzungen und „Sana“ für Komplementärmedizin und Vorsorge. Beide Bereiche lassen sich auch in einem Paket (Completa) vereinen.
  • Für Stationäre Behandlungen: Dieses Produkt ermöglicht eine freie Spitalwahl, mindestens in einer allgemeinen Abteilung. Außerdem können Versicherte über Komfort und Privatsphäre bestimmen: Sowohl eine halbprivate Unterbringung (Zweibettzimmer) als auch ein privates Zimmer sind möglich. Besonders anspruchsvolle Versicherte können sich durch den Chefarzt behandeln lassen. Das Basis-Angebot nennt sich „Hospital Eco“, mit dem Tarif „Hospital Flex“ können Kranke je nach Einzelfall über ihren Komfort entscheiden. Am leistungsstärksten ist der Tarif „Hospital Comfort Classica“.
  • Denta Plus“ Für Zahnbehandlungen: Mit dieser Zusatzversicherungen werden Zahnbehandlungen weltweit erstattet. Zahnkorrekturen und krankheitsbedingte Zahnschäden werden vollständig übernommen. Für Prophylaxe und Kontrollmaßnahmen gibt es einen Zuschuss.

Darüber hinaus hat die Avanex Produkte für spezielle Zielgruppen im Angebot. Für Neugeborene gibt es ein Paket, das alle wichtigen Leistungen für Babys beinhaltet. So sind zum Beispiel die freie Spitalwahl und Zahnbehandlungen abgesichert. Eine Gesundheitsprüfung ist nicht erforderlich. Außerdem bietet die Avanex eine Police für Grenzgänger an, die aus Deutschland, Frankreich oder Italien in die Schweiz kommen. Das Paket „Swiss Package“ lässt deutschen Grenzgängern die Möglichkeit einer Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) offen. Außerdem können Kunden frei darüber verfügen, in welchem der beiden Länder sie sich behandeln lassen möchten.

Die Helsana bietet einheitliche Zusatzversicherungen für die Hauptmarke sowie die Sansan, Progrès und Avanex an. Versicherte können sich deshalb in der Kranken- und Zusatzversicherung jeweils für das günstigste Angebot entscheiden. Beispielsweise kann bereits eine Zusatzversicherung bei der Helsana bestehen, die Krankenversicherung bei der Avenex jedoch preiswerter sein. Für Versicherte entsteht bei einer „getrennten“ Versicherung keinerlei Mehraufwand. Schließlich firmiert die Helsana unter einem Dach, so dass das Unternehmen seinen Versicherten nur einen Prämienrechnung zusendet. Umgekehrt werden auch Einsendungen unter einer zentralen Adresse für beide Versicherungen entgegengenommen.

Gute Bewertungen für Avanex

Die Versicherten sind im Großen und Ganzen zufrieden mit der Avanex. Auf den Portalen Comparis.ch und Bonus.ch erreicht die Krankenkasse im Test jeweils eine gute Bewertung – wenngleich einige Konkurrenten noch besser eingestuft werden.

Die Konsumenten vergeben auf Comparis fünf von sechs Punkten, was der Note 2 – entspricht. Am besten werden die Kompetenz und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter bewertet. Etwas verbesserungswürdig ist die Information der Kunden, die noch übersichtlicher und verständlicher gestaltet werden könnte (Note 3+).

In einer Umfrage von bonus.ch bestätigt sich die Zufriedenheit der Versicherten. Im Sommer 2015 gaben 2.300 Eidgenossen ihr Urteil über 20 Krankenkassen ab. Mit fünf von sechs Punkten erreicht die Avanex eine durchschnittliche Bewertung. Für Kundenservice und Vertragsabwicklung erhielt die Avanex fünf Punkte. Der Versicherer bearbeitet die Leistungen zudem zufriedenstellend (5,1 Punkte).

Finanziell erreicht die Avanex laut Comparis eine niedrige Solvenzquote von 101 Prozent. Das bedeutet, dass das Unternehmen nur minimal mehr Rücklagen besitzt, als es die gesetzlichen Vorgaben vorsehen. Im Vergleich zu 2014 hat sich die Avanex immerhin verbessert. Die Effizienz könnte jedoch noch gesteigert werden. Sechs Prozent der Prämien werden für die Verwaltung aufgewendet. Bei anderen Krankenkassen ist die Quote um 1 bis 2 Prozentpunkte niedriger.

Über die Avanex

Die Avanex wurde 2001 als Tochterunternehmen der Helsana gegründet. 2013 wurde die Hauptmarke Helsana gestärkt. Seitdem treten die Avanex und die anderen ehemaligen Töchter Sansan und Progrès nur noch unter dem Dach der Helsana auf. Auf die vier Krankenkassen verteilt sind mehr als 1,15 Millionen Schweizer bei der Helsana versichert. Damit ist das Unternehmen mit Sitz in Dübendorf einer der größten Krankenversicherer der Schweiz. Allein die Prämieneinnahmen belaufen sich jährlich auf mehr als 600 Millionen Franken.

Avanex Krankenkasse Adresse:

Avanex Versicherungen

Postfach 8081 Zürich

8600 Dübendorf

Telefon: 043 340 11 13

Fax: 043 340 01 11

Web: www.helsana.ch

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