Avenir Krankenkasse

Die Avenir Martigny gehört zur Groupe Mutuel und zählt zu den 15 größten Krankenkassen der Schweiz. Die Krankenkassenprämien sind bei dem Unternehmen mit Hauptsitz im Kanton Wallis aktuell durchschnittlich. Das Unternehmen profiliert sich besonders stark mit einem günstigen HMO-Modellen. Ausbaufähig ist jedoch vor allem die Kundenzufriedenheit.

Die Avenir Krankenkasse hat sich in den letzten Jahren vergrößert, so auch beim Jahreswechsel 2014/2015. Im Vergleich zum Vorjahr kamen rund 5.000 neue Versicherte hinzu. Im Jahr 2015 lag der Durchschnittsbestand bei 231.196 Mitgliedern.

Krankenkassenprämien 2017 der Avenir

Die Krankenkassenprämien 2017 der Avenir liegen um 7,86 Franken, umgerechnet sind das 1,8 Prozent, unter dem bundesweiten Durchschnitt. Im Mittelwert betragen die Avenir Krankenkassenprämien 2017 439,42 Franken.

In Uri und Luzern ist die Avenir 2017 der Krankenversicherer mit den niedrigsten Prämien. Weitere Kantone, in denen die Avenir zu den günstigsten Anbietern zählt sind beispielsweise St. Gallen, Glarus und Aargau. Nachfolgender Grafik können Sie die durchschnittlichen Avenir Krankenkassenprämien 2017 in den einzelnen Kantonen entnehmen.

Krankenkassenprämien 2017 Avenir Krankenkasse

 

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Meiste Mitglieder der Avenir aus dem Aargau

Den Hauptsitz hat die Avenir in Martigny – einer der bedeutendsten Städte des Kantons Wallis. Die meisten Versicherten hat das Unternehmen jedoch in anderen Regionen:

  1. Aargau 49.221 Mitglieder
  2. Vaud 33.797 Mitglieder
  3. Bern 29.335 Mitglieder
  4. St. Gallen 24.629 Mitglieder
  5. Genf 20.960 Mitglieder

Nur sehr wenig vertreten ist die Avenir bislang in Zürich, wo sie aktuell nicht über rund 3.600 Versicherte hinauskommt.

Ist die Avenir Krankenkasse günstig?

Die Leistungen der Krankenkassen sind bekanntlich per Krankenversicherungsgesetz (KVG) definiert. Deshalb sind beim Vergleich der Versicherer vor allem die Kosten zu beachten. Im Aargau, wo die Avenir viele Mitglieder hat, fallen die Prämien durchschnittlich hoch aus. Bei einer ordentlichen Grundversicherung mit Unfalldeckung und 300-er Franchise zahlen Aargauer 368 Franken – im Durchschnitt liegen die Kosten für die Krankenkassen im Kanton bei 371 Franken. Wer eine hohe Franchise wählt und auf die Unfalldeckung verzichtet, kann die Prämie im Aargau auf 223 Franken reduzieren.

Ein Beispiel:
In Zürich ist die Avenir im Vergleich zu anderen Krankenkassen deutlich günstiger. Während ein Durchschnitts-Zürcher in der Bankenmetropole 469 Franken zahlt, müssen die Mitglieder der Avenir 446 Franken pro Monat einplanen.

Im „eigenen“ Kanton Wallis kostet die Grundversicherung für Erwachsene 398 (Prämienregion 1) bzw. 380 Franken (Prämienregion 2). Damit liegen die Kosten über dem Durchschnitt der Krankenkassen. Nimmt man alle Versicherer zusammen, zahlt ein Walliser 380 beziehungsweise 348 Franken pro Monat.

Prämienentwicklung bei der Avenir

Durch die steigenden Gesundheitskosten erhöhen sich von Jahr zu Jahr die Kosten für die Krankenkasse. Die Avenir ist mit ihren Prämiensteigerungen keine Ausnahme. 2012 waren die Beiträge der Avenir in der ganzen Schweiz noch rund 10 Franken niedriger als im Durchschnitt aller Krankenkassen. Seitdem haben sich die Prämien aber etwas mehr erhöht als bei anderen Versicherern. Von 2013 auf 2014 fiel der Anstieg überdurchschnittlich hoch aus. Dennoch spiegeln die Prämien der Avenir Krankenkasse für eine Grundversicherung mit ordentlicher Franchise und ohne Unfalldeckung im Jahr 2016 exakt die Prämien aller Kassen wieder. Konsumenten zahlen bei der Avenir und im Durchschnitt aller Schweizer Kassen 375 Franken. Zum Vergleich: 2007 wurden bei der Avenir mit 270 Franken weniger als drei Viertel des heutigen Beitrags fällig.

In Ballungszentren wie Zürich sind die Prämien seit 2012 um rund 50 Franken gestiegen. Zur Zeit müssen Zürcher etwas weniger als 450 Franken pro Monat einplanen. Aber auch kleinere Kantone sind von dem Prämienanstieg betroffen. In Appenzell-Innerrhoden haben sich die Beiträge innert vier Jahren um rund 75 Franken erhöht. Mit 350 Franken sind die Prämien in dem Kanton dennoch deutlich günstiger als in anderen Regionen.

Alternative Modell der Avenir

Die Kosten für die Krankenkasse können mit alternativen Modellen weiter reduziert werden. Wer sparen möchte, muss allerdings auf die freie Arztwahl verzichten. Stattdessen müssen Versicherte beim gleichnamigen Modell zuerst den Hausarzt oder ein Gesundheitszentrum beim HMO-Modell aufsuchen. Diese Pflicht wird nur in bestimmten, vor allem akuten Fällen, aufgehoben. Deshalb ist es wichtig, sich vorab zu informieren, ob es eine Praxis in der unmittelbaren Nähe gibt. Ansonsten ist ein entsprechendes Modell nicht empfehlenswert. Hier findet sich beispielsweise eine Ärzteliste des HMO-Modells in den unterschiedlichen Kantonen.

Die Beitragsersparnis liegt im besten Fall bei deutlich über 10 Prozent. Beispielsweise zahlen Aargauer in der Grundversicherung 368 Franken. Mit den alternativen Modellen belaufen sich die Kosten in der Region auf:

  • 334,90 Franken für das Hausarzt-Modell Prima Care
  • 320,20 für das HMO-Modell Basic Plus

Im Vergleich zur Konkurrenz macht die Avenir insbesondere mit ihrem HMO-Modell auf sich aufmerksam, das zu den günstigsten Modellen in dieser Kategorie zählt.

Zusatzversicherungen der Avenir

Die Krankenversicherung kann durch Zusatzversicherungen für Ambulanz und Spital, aber auch Alternativmedizin oder den Zahnarzt ergänzt werden. Dazu kommen zahlreiche weitere Optionen, zum Beispiel für medizinische Leistungen und Medikamente. Die Produkte der Avenir werden in vier Leistungsstufen angeboten, so dass alle Konsumenten je nach Anspruch und Budget auf ihre Kosten kommen.

Die beliebtesten Zusatzversicherungen sind:

  • Global für alle ambulanten Leistungen, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden. Konsumenten können außerdem frei wählen, in welchem Spital und welcher allgemeinen Abteilung sie behandelt werden möchten. Der Schutz wird auch für die komplette Familie (Global classic) angeboten.
  • Die Spitalzusatzversicherung macht ebenfalls die freie Auswahl des Spitals in der ganzen Schweiz möglich. Noch komfortabler ist das Paket „H-Bonus“, mit dem Konsumenten ihren Komfort im Spital erhöhen können und über ihren behandelnden Arzt entscheiden können. Die Auswahl zwischen privater oder halbprivater Behandlung ist dem Versicherten überlassen. Für Senioren ab 55 Jahren steht außerdem das spezielle Angebot „Hopital Senior“ zur Verfgügung.
  • Die Zahnpflegeversicherung dental plus übernimmt zu weiten Teilen die zahnmedizinischen Kosten, etwa 75 Prozent für Zahnarzt, Kieferorthopädie und Prophylaxe.
  • Alterna: Dieses Angebot richtet sich an alle Konsumenten, die sich heilmedizinisch behandeln lassen möchten. Die Avenir kommt zu 80 Prozent für Naturheilverfahren, manuelle Therapien und Psychotherapie auf. Sie leistet unter anderem für Akupunktur, Homöopathie, Chinesische Medizin, Osteopathie und Medizinische Hypnose.

Tipp: Wer eine günstige Zusatzversicherung sucht, aber zusätzlichen Aufwand vermeiden möchte, kann sich innerhalb der Groupe Mutuel für das preiswerteste Angebot entscheiden. Beispielsweise kann die Grundversicherung bei der Avenir, die Zusatzversicherung jedoch über die Mutuel abgeschlossen werden. In diesem Fall entsteht laut K-Tipp kein administrativer Mehraufwand: Konsumenten erhalten nur eine Prämienrechnung und können ihre Rückerstattung an eine gemeinsame Einsendeadresse für beide Versicherungen senden.

Konsumenten bewerten Avenir nicht gut

Auf Bonus.ch können Konsumenten ihre Krankenkasse bewerten. Von 6 maximal möglichen Punkten erhält die Avenir aktuell 4,6 und befindet sich damit im hinteren Feld der Versicherer. Durchschnittlich liegt die Kundenzufriedenheit bei 5 von 6 Punkten.

Das Portal Bonus.ch hat 2015 in einer Zufriedenheitsumfrage unter 2.300 Schweizern die Stärken und Schwächen der Krankenkassen sichtbar gemacht. In den Bereichen, Leistungsbearbeitung und Vertragsabwicklung kam die Avenir nicht über den 24. und damit letzten Platz hinaus. Beim Kundenservice wurde die Avenir Vorletzter.

Finanziell steht die Avenir laut Comparis auf gesunden Beinen – die Solvenzquote ist mit 115 Prozent klar über den gesetzlichen Vorgaben. Aktuell verfügt die Avenir über Reserven von fast 130 Millionen Franken.

Fakten zur Avenir Krankenkasse

Die Freiburger Krankenkasse Avenir wurde per 1997 von der Groupe Mutuel übernommen. Die Versicherungsgruppe mit Sitz in Martigny ist der größte Krankenversicherer in der Westschweiz. Neben der Avenir zählen auch die Krankenkassen Mutuel, Philos, Easy Sana, Supra sowie AMB Assurances zur Mutuel Gruppe. Zusammengenommen kommen die Unternehmen in der Krankenversicherung auf 1,2 Millionen Einzelversicherte. Zusammen mit einer Zusatzversicherung steigt die Mitgliederanzahl auf 1,44 Millionen. Damit nimmt die Groupe Mutuel in der gesamten Schweiz den zweiten Rang ein.

Zudem ist die Groupe Mutuel in der beruflichen Vorsorge sowie Lebensversicherung aktiv. Mit fast 2.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 4,6 Milliarden Franken im Jahr 2014 ist sie einer der größten Schweizer Versicherungsgruppen.

Avenir Adresse

Avenir Assurance Maladie SA
Rue de Cèdres 5
1920 Martigny


Tel. 0848 803 111
Fax 0848 803 112


info@groupemutuel.ch

Web: www.groupemutuel.ch

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