ÖKK Krankenkasse

Die größten Schweizer Krankenkassen führen ihr Geschäft zumeist aus Städten wie Zürich, Bern oder Luzern. Nicht so die ÖKK, die aus dem beschaulichen Landquart aus dem Kanton Graubünden stammt. Das junge Unternehmen, das 2016 erst seinen 20. Jahresstag feiert, hat sich in der Schweiz als eine der 20 größten Krankenversicherer etabliert.

Krankenkassenprämien 2017 der ÖKK

Die Krankenkassenprämien in der Schweiz steigen 2017 auf durchschnittlich 447,28 Franken. Auch die ÖKK hat ihre Prämien erhöht. Die Erhöhung ist mit dem bundesweiten Durchschnitt fast deckungsgleich. Im kommenden Jahr betragen die ÖKK Krankenkassenprämien im Schnitt 447,42 Franken, also nur 0,14 Franken mehr als der Mittelwert.

Zu den Krankenkassen mit den günstigsten Prämien gehört die ÖKK unter anderem in Uri, Zug und Thurgau. In der nachfolgenden Infografik haben wir die durchschnittlichen Krankenkassenprämien der ÖKK in den einzelnen Kantonen zusammengestellt.

Krankenkassenprämien 2017 ÖKK Krankenkasse

Die ÖKK im Vergleich

2015 erreichte die ÖKK erstmals die Marke von mehr als 150.000 Mitgliedern. Aktuell sind laut Bundesamt für Gesundheit 150.592 Eidgenossen bei der ÖKK krankenversichert. Als Alternative zur obligatorischen Grundversicherung stehen Telemedizin, Hausarzt- oder HMO-Modell zur Verfügung. Außerdem lässt sich der Schutz durch zahlreiche Zusatzversicherungen abrunden.

Mehr als die Hälfte der ÖKK-Versicherten leben in Graubünden. Damit ist das Unternehmen in der Region eindeutiger Marktführer. Doch auch in anderen Kantonen entwickelt sich die ÖKK als ernstzunehmender Konkurrent der großen Versicherungsgruppen wie CSS oder Helsana.

  1. Graubünden 77.516 Mitglieder
  2. Zürich 20.764 Mitglieder
  3. Tessin 11.734 Mitglieder
  4. St. Gallen 7.767 Mitglieder
  5. Thurgau 6.571 Mitglieder

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Prämienstabilität der ÖKK

Die ÖKK ist im Jahr 2016 laut bonus.ch rund 10 Franken pro Monat teurer als ein durchschnittlicher Konkurrent. Statt 375 Franken werden für eine obligatorische Grundversicherung ohne Unfalldeckung 385 Franken fällig. Allerdings hat sich die Lücke in den letzten Jahren etwas verkleinert: Vor allem von 2013 auf 2014 sind die Prämien der ÖKK nur äußerst moderat angestiegen. In den letzten acht Jahren sind die Beiträge nichtsdestotrotz um mehr als 40 Prozent angewachsen, was allerdings in der Branche nicht unüblich ist. Auch andere Krankenversicherer mussten ihre Prämien im Laufe der Zeit immer wieder erhöhen.

Da die Rücklagen zuletzt jedoch geschrumpft sind, sind weitere Prämienerhöhungen nicht auszuschließen. 2014 waren noch mehr als 93 Millionen, 2015 nur unter 91 Millionen Franken als Reserve vorhanden.

Krankenkassenprämien der ÖKK nach Kanton

Von Region zu Region berechnet die ÖKK unterschiedlich hohe Beiträge für ihre Grundversicherung, die sie als „ÖKK Basis“ bezeichnet. In Graubünden ist die Krankenversicherung günstiger als viele Konkurrenten, auch wenn einige Mitbewerber noch preiswerter sind. Auch in Tessin zählt die ÖKK zu den günstigeren Kassen. Die Leistungen sind indes nach dem Krankenversicherungsgesetz (KVG) einheitlich.

In den fünf Regionen mit den meisten Mitgliedern gehen die Prämien um beinahe 150 Franken pro Monat auseinander (bei einer Grundversicherung mit 300-er-Franchise und ohne Unfalldeckung):

  • 347,90 Franken in Graubünden (Prämienregion 1)
  • 483,60 Franken in Zürich (Prämienregion 1)
  • 422,30 Franken in Tessin (Prämienregion 1)
  • 382,30 Franken in St. Gallen (Prämienregion 1)
  • 338,60 Franken im Thurgau (Im ganzen Kanton)

Mit der Auswahl der höchsten Franchise (2.500 Franken) können die Prämien deutlich reduziert werden. Beispielsweise zahlen Thurgauer 119 Franken weniger pro Monat – im günstigsten Fall also nur 219,30 Franken. Dafür steigt das Risiko, bis zu einer Höhe von 2.500 Franken zusätzlich zur Selbstbeteiligung für Behandlungen und Medikamente selbst aufkommen zu müssen.

Alternative Modelle der ÖKK

Für sparbewusste Schweizer stellt die ÖKK drei günstige alternative Modelle zur Verfügung. Alle drei Angebote haben gemeinsam, dass Kunden auf ihre freie Arztwahl verzichten und dadurch Prämien sparen können:

  1. Casamed Hausarzt: Die erste medizinische Versorgung muss immer durch den Hausarzt durchgeführt werden. Das gilt nur nicht in Notfällen, beim Gynäkologen, Kinder- oder Augenarzt. Ansonsten muss der Hausarzt zunächst immer an einen Spezialisten überweisen. Zur ÖKK Hausarztliste
  2. Casamed HMO: Mit dieser Variante sind Versicherte an ein Gesundheitszentrum gebunden. Es gelten die gleichen Ausnahmen wie beim Hausarztmodell. Zur HMO Liste
  3. Casamed 24: Dieses telemedizinische Modell macht einen Arztbesuch zunächst überflüssig. Die Fachärzte des Netzwerkes „Medgate“ führen entweder eine Diagnose durch oder überweisen an einen Arzt oder Spezialisten.

Beim HMO- oder Hausarztmodell sollte die nächste Praxis in unmittelbarer Entfernung liegen. Ist dies der Fall, kann der Prämienvorteil durchaus ein Argument für ein Alternatives Modell sein. Je nach Modell können ÖKK-Versicherte ihr Portemonnaie unterschiedlich stark entlasten – zum Beispiel als Stadtzürcher:

  • Preisvorteil von 41,10 Franken mit Telemedizin
  • Preisvorteil von 50,30 Franken mit Hausarztmodell Managed Care
  • Preisvorteil von 72,50 Franken mit HMO-Modell Gesundheitszentrum

Im günstigsten Fall schmelzen die Beiträge pro Jahr um 870 Franken. Darüber können Versicherte durch eine hohe Franchise zu geringeren Prämien beitragen.

Zusatzversicherungen der ÖKK

Mit einer Vielzahl von Zusatzversicherungen können ÖKK-Versicherte ihren Komfort bei der medizinischen Versorgung verbessern. Grundsätzlich gibt es sowohl Produkte für einzelne Konsumenten als auch für die ganze Familie.

Für die ganze Familie hat das Unternehmen das Paket „ÖKK Family“ geschnürt. Hier sind Leistungen aus allen wichtigen Bereichen, von der Prävention über die Geburtshilfe und Alternativmedizin bis hin zur allgemeinen Abteilung bei einem Spitalaufenthalt versichert. Wer sich den Komfort im Spital offen halten möchte, kann mit dem Zusatz-Tarif „ÖKK Family Flex“ bei jedem Aufenthalt neu zwischen allgemein, halbprivat und Ein- oder Zweibettzimmer wählen.

Auch für Einzelpersonen gibt es ein Angebot, dass viele Leistungen zusammenfasst: ÖKK Standard stellt in erster Linie die Spital-Behandlung in der allgemeinen Abteilung sowie heilmedizinische Leistungen sicher. Auch bei der Police für Singles steht eine ganze Reihe von zusätzlichen Tarifstufen zur Auswahl:

  • ÖKK Komfort (Ein- oder Zweitbettzimmer)
  • ÖKK Flex (freie Wahl bei jedem Aufenthalt)
  • ÖKK halbprivat
  • ÖKK privat
  • ÖKK global für weltweite Arzt- und Spitalwahl nach freien Belieben

Für die junge Zielgruppe zwischen 19 und 25 Jahren hat der Versicherer das Angebot „ÖKK Salto“ entwickelt, das die allgemeine Abteilung bei einem Spitalaufenthalt garantiert. Ansonsten liegt der Fokus auf einem guten Reiseschutz auch im Ausland sowie vielfältigen Gesundheits- und Präventionsförderungen.

Darüber hinaus bieten die Landquarter eine Zahnzusatzversicherung (ÖKK dental) an. Damit übernimmt der Versicherer einen Großteil, aber nicht alle Kosten für Zahnersatz und Behandlungen. Wie viel der Versicherer zahlt, richtet sich nach der Tarifvariante. In fast allen Stufen übernimmt die ÖKK drei Viertel der Kosten. Pro Kalenderjahr ist der Zuschuss jedoch auf 1.000 bis 5.000 Franken begrenzt.

Für Grenzgänger sieht der Versicherer das Produkt „ÖKK Euroline“ vor. Wer in der Schweiz seine Brötchen verdient, wird schließlich laut KVG versicherungspflichtig. Welche Leistungen dem Kunden zustehen, richtet sich in der Schweiz nach dem KVG und in dem Heimatland nach dem Sozialtarif des Staates. Wer seine Arbeit in der Schweiz aufgibt, kann als Deutscher zurück zu einer gesetzlichen Krankenkasse wechseln.

ÖKK Bewertungen: Platz 1 aus Konsumentensicht

Im Vergleich von 20 Krankenkassen hat die ÖKK in einem Test von bonus.ch im Sommer 2015 den ersten Rang belegt. Für die Studie hatte das Portal 2.300 Eidgenossen befragt, die sich in drei Teilbereichen über ihre Krankenkasse äußerten. Mit 5,4 von 6 Punkten erreicht die HKK mit Abstand die höchste Kundenzufriedenheit. Beim Kundenservice führt sie das Feld ebenso an wie bei der Abwicklung der Verträge. Außerdem liegt sie bei der Leistungsbearbeitung in der Spitzengruppe.

Nicht ganz so hervorragend, aber dennoch „gut“ schneidet die ÖKK laut Comparis.ch in der Gunst der Kunden ab. Mit 5 von 6 Punkten erreicht die ÖKK gerade noch eine gute Bewertung. Einzig die Kundeninformationen werden befriedigend benotet. Für die Abrechnungen und die Kompetenz stellen die Versicherten der ÖKK ein gutes Zeugnis aus. Allerdings fallen die Verwaltungskosten laut Comparis mit 7,8 Prozent der Prämien extrem hoch aus. Sehr effizient wirtschaftende Konkurrenten kommen mit der Hälfte der Ausgaben aus.

Fakten zur ÖKK

Die ÖKK hat ihren Hauptsitz in Landquart im Kanton Graubünden, berät ihre Kunden jedoch in neun Regionen durch 35 ortsansässige Agenturen. Seit ihrer Gründung 1996 hat die ÖKK mehr als 180.000 und 16.000 Unternehmen als Kunden gewonnen. Dadurch erzielt die ÖKK pro Jahr Prämieneinnahmen von mehr als 700 Millionen Franken. Für das Unternehmen sind aktuell 400 Mitarbeitende und 15 Lernende tätig.

ÖKK Adresse

ÖKK
Bahnhofstrasse 13
7302 Landquart
Telefon: 058 456 10- 10
Fax 058 456 10- 11

Web: www.oekk.ch

E-Mail: info@oekk.ch