Philos Krankenkasse

Mit 293.129 Versicherten ist die Philos die zehntgrößte Krankenkasse der Schweiz. Sie gehört zur Groupe Mutuel und bietet weitaus mehr Möglichkeiten als nur die traditionelle Grundversicherung. Versicherte können ihre Beiträge mit einem alternativen Modell deutlich reduzieren. Die Produkte gehen über die populären Alternativen HMO- und Hausarztmodell hinaus. Auch Tarife mit telefonischer Erstberatung sind möglich. Außerdem stehen zahlreiche Zusatzversicherungen zur Verfügung.

Krankenkassenprämien 2017 der Philos

Die Krankenkassenprämien in der Schweiz steigen 2017 auf durchschnittlich 447,28 Franken. Auch die ÖKK hat ihre Prämien erhöht. Die Erhöhung ist mit dem bundesweiten Durchschnitt fast deckungsgleich. Im kommenden Jahr betragen die ÖKK Krankenkassenprämien im Schnitt 447,42 Franken, also nur 0,14 Franken mehr als der Mittelwert.

Zu den Krankenkassen mit den günstigsten Prämien gehört die ÖKK unter anderem in Uri, Zug und Thurgau. In der nachfolgenden Infografik haben wir die durchschnittlichen Krankenkassenprämien der ÖKK in den einzelnen Kantonen zusammengestellt.

Krankenkassenprämien 2017 Philos Krankenkasse

Philos Krankenkasse im Vergleich

Die Philos hat besonders hohe Markanteile in der Westschweiz. Ihren Hauptsitz hat die Groupe Mutuel in Martigny, wo die Philos nach dem Schwesterunternehmen Easy Sana und vor der CSS die zweitmeisten Mitglieder hat. In drei größeren Kantonen sind noch mehr Menschen bei der Philos versichert. Die fünf mitgliederstärksten Kantone sind:

  1. Waadt 85.112
  2. Bern 67.392
  3. Freiburg 44.486
  4. Wallis 36.321
  5. Nidwalden 14.853

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Philos Krankenkasse mit überdurchschnittlichem Prämienanstieg

Die Philos hat ihre Prämien in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen Krankenkassen stärker erhöht. Im letzten Jahrzehnt sind die Krankenkassenprämien laut bonus.ch um 42 Prozent gestiegen. War der Anbieter aus Martigny früher etwas günstiger als viele Konkurrenten, liegt er heute ungefähr im Durchschnitt aller Krankenkassen. Seit 2007 haben sich die Kosten um rund 113 Franken erhöht, aktuell werden durchschnittlich laut bonus.ch 379 Franken fällig. Durchschnittlich zahlen Schweizer rund 4 Franken weniger pro Monat.

Die steigenden Prämien liefern möglicherweise eine Erklärung für einen leichten Mitgliederverlust zum Jahresbeginn 2015. Im Vergleich zum Vorjahr umfasste das Unternehmen nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit rund 12.000 Versicherte weniger. 2014 waren noch 305.408 Eidgenossen bei der Philos krankenversichert, heute sind es rund 293.000.

Obligatorische Grundversicherung der Philos

Die Prämien der Philos fallen je nach Region unterschiedlich hoch aus. Hier eine Auswahl aus den Kantonen mit den meisten Mitgliedern – aufgeführt ist jeweils die Grundversicherung mit einer ordentlichen Franchise und ohne Unfalldeckung:

  • 470,60 Franken in Waadt (erste Prämienregion)
  • 442,70 Franken in Bern (erste Prämienregion)
  • 387,90 Franken in Freiburg (erste Prämienregion)
  • 339,50 Franken in Wallis (erste Prämienregion)
  • 293 Franken in Nidwalden

Mit der höchsten Wahlfranchise von 2.500 Franken lassen sich die Prämien reduzieren. So zahlen Versicherte in Nidwalden statt 293 nur 193,70 Franken pro Monat.

HMO- und Hausarztmodell der Philos

Wer ein alternatives Modell wählen möchte, kann per 1. Januar in einen anderen Tarif wechseln. Die Kündigung muss dem Versicherer bis zum 30. November vorliegen. Bei einer Grundversicherung mit einer ordentlichen Franchise ist zusätzlich auch ein Wechsel bis Ende Juni möglich. Die Kündigungsfrist fällt mit drei Monaten deutlich länger aus.

Populär sind vor allem das HMO- sowie das Hausarztmodell. Bei beiden Varianten ist die Philos in vielen Regionen eine der günstigsten Krankenkassen. Für den Preisvorteil müssen Versicherte in Kauf nehmen, dass sie ihren Arzt nicht frei wählen können. Stattdessen sind sie verpflichtet, für die medizinische Erstversorgung ein Gesundheitszentrum (HMO-Modell) beziehungsweise eine Hausarztpraxis aufzusuchen.

Beide Modell weisen ein großes Einsparpotential auf – wie beispielsweise in der Stadt Zürich: Ohne Unfalldeckung kostet die Grundversicherung bei einer ordentlichen Franchise 444,60 Franken pro Monat. Das Hausarztmodell ist für 40 Franken pro Monat weniger zu haben – es kostet rund 404 Franken. Noch günstiger ist das HMO-Modell „BasicPlus“ für 386,80 Franken. Wer die Franchise in diesem Tarif auf 2.500 Franken erhöht, zahlt sogar nur 284,50 Franken im Monat. Allerdings ist das Angebot nicht überall verfügbar, zum Beispiel nicht in Freiburg oder Nidwalden.

Philos: Alternative Modell mit telefonischer Beratung

Über diese beliebten alternativen Modelle hinaus bietet die Philos günstige Tarife an, bei denen sich Versicherte zunächst telefonisch beraten lassen müssen. Nur in Notfällen sowie für augenärztliche oder gynäkologische Behandlungen können sie ohne vorherige Beratung einen Mediziner konsultieren. Das Modell steht in der Grundversicherung (SanaTel) sowie in Kombination mit dem Hausarztmodell (PrimaTel) zur Auswahl.

Beim HMO-Modell gibt es keine entsprechende Zusatzoption. Hier sind aber einige kantonale Besonderheiten zu beachten: Der Tarif „Optimed“ ist nur für die Versicherten in Waadt und Genf verfügbar. In Freiburg und Genf gibt es ebenfalls ein spezielles Pflegenetz.

Generell spielt der Wohnort bei jedem alternativen Modell eine große Rolle, weil er möglichst nah zu einer Partnerpraxis liegen sollte. Das schränkt die Auswahl in ländlichen Regionen ein, wo meistens weniger Behandlungsmöglichkeiten als in urbanen Gegenden vorhanden sind.

Zusatzversicherungen der Philos

Bei den Zusatzversicherungen der Philos haben Schweizer eine breite Auswahl an Produkten – diese Produkt übernehmen die Kosten für Behandlungen außerhalb der laut KVG zugelassenen Leistungen und Medikamente. Je nach Anspruch können Konsumenten mehrere Leistungsstufen auswählen. Die wichtigsten Zusatzversicherungen der Philos im Überblick:

  • Die Spital-Zusatzversicherung stellt eine freie Spitalwahl in der ganzen Schweiz sicher. Mindestens ist eine Behandlung in der allgemeinen Abteilung enthalten. In den teureren Tarifen stehen auch die Privatklinik oder ein freier Spezialist zur Auswahl. Auch der Komfort im Krankenhaus lässt sich vor Vertragsbeginn frei wählen: Üblich sind die halbprivate oder private Behandlung im Spital. Wer sich erst spontan auf eine Komfortstufe festlegen möchte, kann mit dem Tarif „H-Bonus“ bei jedem Spitalaufenthalt flexibel entscheiden.
  • Das Angebot „Global“ verbindet den höheren Spitalkomfort mit einer optimierten Krankenpflege. So kommt die Philos beispielsweise für Erholungskuren oder Brillen auf. Auch Mutterschaftsleistungen sind inklusive. Auch dieses Produkt sieht eine freie Spitalwahl und die Unterbringung in der allgemeinen Abteilung vor.
  • Mit dem Tarif „Alterna“ können sich Versicherte heilmedizinische Leistungen außerhalb der gesetzlichen Leistungen bezuschussen lassen. Die Philos übernimmt 80 Prozent der Kosten, die bei bestimmten Naturheilverfahren, manuellen Therapien oder Psychotherapien entstehen. Das Produkt richtet sich beispielsweise an Konsumenten, die sich homöopathisch oder osteopathisch behandeln lassen.
  • Teure Zahnarztkosten können durch die Zahnpflegeversicherung dental plus verringert werden. Typische zahnärztliche und kieferorthopädische Behandlungen werden mit 75 Prozent erstattet. Auch Kosten für Prophylaxe werden zu drei Vierteln übernommen.

Als Unternehmen der Groupe Mutuel bietet die Philos die gleichen Kranken- und Zusatzversicherungen wie beispielsweise die Mutuel Assurance an. Konsumenten können daraus laut dem renommierten Magazin K-Tipp einen Vorteil ziehen, weil sie bei der Auswahl des Krankenversicherers den günstigsten Anbieter aus der Gruppe wählen können, ohne dass sich der Aufwand erhöht. Das Schwesterunternehmen Mutuel ist beispielsweise mit dem gleichen HMO-Tarif in Zürich fast 40 Franken günstiger. In anderen Regionen ist die Philos jedoch deutlich preiswerter, beispielsweise beim Hausarztmodell in Nidwalden.

Wer etwa eine Zusatzversicherung bei der Philos hat, kann ohne großen Aufwand zu einer günstigeren Krankenkasse aus der Versicherungsgruppe wechseln. Die Groupe Mutuel stellt für die Prämien von beiden Versicherungen eine gemeinsame Rechnung aus. Die Einsendeadresse liegt für beide Angebote unter einem Dach, wodurch für Versicherte keine doppelte Arbeit entsteht.

Philos: Konsumentenbewertung und Reserven

Die Rücklagen der Philos haben sich in den letzten Jahren zwar vergrößert, haben in Relation zu den Prämieneinnahmen aber deutlich abgenommen. Dadurch sind weitere Prämienanstiege nicht auszuschließen.

Die Zufriedenheit der Versicherten liegt laut Comparis.ch bei 4,5 von 6 Punkten. Damit erreicht die Philos gerade eine befriedigende Note. Am positivsten werden die fachliche Kompetenz und Motivation der Mitarbeiter bewertet. Die Informationen werden aber wenig verständlich und übersichtlich vermittelt. In dieser Kategorie kommt die Philos nicht über eine genügende Note hinaus.

Ein besseres Zeugnis erhält die Philos in einer Zufriedenheitsumfrage von bonus.ch aus dem Jahr 2015. 2.300 Versicherte gaben ihr Urteil über 20 Krankenkassen ab. Mit fünf von sechs Punkten wird die Philos gleich gut bewertet wie ihre Schwesterunternehmen Mutuel und Easy Sana. Die Zufriedenheit der Versicherten ist im Vergleich zur Konkurrenz durchschnittlich. 5,0 Punkte gab es in den Kategorien Vertragsabwicklung und Leistungsbearbeitung. Minimal schlechter schnitt die Philos beim Kundenservice (4,9) ab. Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema Krankenkassen Test.

Informationen über die Philos Krankenkasse

Bis 2006 ist die Philos eine unabhängige Krankenkasse aus dem Waadtland, die zu diesem Zeitpunkt über 130.000 Versicherte und 120 Mitarbeitende verfügt. Dann schließt sich das Unternehmen der Groupe Mutuel an und gewinnt in der Folge deutlich an Mitgliedern. Heute hat die Krankenkasse rund doppelt so viele Mitglieder wie noch vor einem Jahrzehnt.

Nach der Mutuel ist die Philos die größte Krankenkasse aus der Groupe Mutuel. Auch die Easy Sana und Avenir haben mehr als 200.000 Versicherte. Dazu kommen die Supra sowie AMB Assurances. Insgesamt kommt die Groupe Mutuel auf 1,2 Millionen Versicherte in der Krankenversicherung. Mit der Zusatzversicherung sind 1,44 Millionen Eidgenossen bei der Gruppe aus Martigny versichert. Damit ist die Groupe Mutuel Marktführer im Westen des Landes und zweitgrößter Versicherer in der ganzen Schweiz. 1.970 Mitarbeitende sind für die Groupe Mutuel tätig, der Jahresumsatz lag 2014 bei 4,6 Milliarden Franken. Zum Kerngeschäft gehören neben der Krankenversicherung auch die Lebensversicherung sowie die berufliche Vorsorge.

Philos Assurance Adresse

Philos Assurance Maladie SA
Rue de Cèdres 5
1920 Martigny


Tel. 0848 803 111
Fax 0848 803 112


info@groupemutuel.ch

Web: www.groupemutuel.ch