Progrès Krankenkasse

Die Progrès Krankenkasse ist im Aufwind: Von 2014 auf 2015 vergrößerte sie sich um 4.700 Versicherte. Nichtsdestotrotz ist sie die kleinste der vier Krankenkassen aus dem Helsana-Verbund. Die Gruppe bietet einheitliche Kranken- und Zusatzversicherungen mit zahlreichen Optionen an. So stehen als Alternative zur obligatorischen Krankenversicherung günstige alternative Modelle zur Verfügung. Die Zusatzversicherungen lassen viele Möglichkeiten offen, um sich für Spitalaufenthalte, ambulante Behandlungen und den Zahnarzt einen höheren Komfort zu sichern. Auch eine spezielle Police für Grenzgänger ist im Portfolio der Progrès inbegriffen.

Krankenkassenprämien 2017 der Progrés

Von der Krankenkassenprämienerhöhung 2017 sind auch Versicherte der Progres Krankenkasse betroffen. Diese zahlen mit 459,85 Franken 2,8 Prozent (12,57 Franken) mehr als den bundesweiten Durchschnitt von 447,28 Franken.

Insgesamt gehört die Progres nicht zu den günstigsten Krankenkassen. Am weitesten unter dem Kantonalen Durchschnitt liegen die Prämien der Progres Krankenkasse in Uri und Thurgau. Eine Übersicht über die durchschnittlichen Progres Krankenkassenprämien 2017 in den einzelnen Kantonen finden Sie in der nachfolgenden Infografik.

Krankenkassenprämien 2017 Progres Krankenkasse

Progrés Krankenkasse im Vergleich

Im Jahr 2016 sind laut Bundesamt für Gesundheit 185.594 Eidgenossen bei der Progrès versichert. Vor allem im Norden der Schweiz hat die Progrès Krankenkasse hohe Markanteile. Mehr als 20 Prozent der Versicherten leben im Aargau. Bemerkenswert ist auch die vergleichsweise hohe Mitgliederzahl in dem kleinen Kanton Uri, wo die Progrès die zweitgrößte Krankenkasse ist.

Die Kantone mit den meisten Progrès-Versicherten im Überblick:

  1. Aargau 589 Mitglieder
  2. Zürich 488 Mitglieder
  3. Bern 802 Mitglieder
  4. Thurgau 930 Mitglieder
  5. Uri 391 Mitglieder

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Prämienentwicklung der Progrès

Die Prämien der Progrès haben sich im letzten Jahrzehnt überdurchschnittlich stark erhöht. Nach Angaben von bonus.ch kostet eine obligatorische Grundversicherung über 53 Prozent mehr als noch 2007. Die monatlichen Kosten sind von rund 257 auf 394,26 Franken gestiegen.

Damit ist die Progrès mittlerweile gut 19 Franken teurer als der Durchschnitt aller Schweizer Krankenkassen. Vor drei Jahren fielen die Prämien der Progrès noch durchschnittlich hoch aus. Sowohl zum Jahreswechsel 2014/2015 als auch ein Jahr später hat die Progrès ihre Beiträge jedoch besonders stark erhöht.

Progrès: Krankenkassen Kosten nach Kantonen

Wie hoch die Prämien ausfallen, richtet sich nach dem Wohnsitz. In Ballungszentren müssen Einwohner deutlich mehr zahlen als in ländlichen Regionen. So viel kostet die obligatorische Krankenversicherung (mit 300-er-Franchise und ohne Unfalldeckung) in den fünf mitgliederstärksten Kantonen:

  • 364,60 Franken im Aargau (für den ganzen Kanton, keine Unterscheidung nach Prämienregionen)
  • 432,50 Franken in Zürich (in der Prämienregion 1, zum Beispiel in der Stadt Zürich)
  • 489,20 Franken in Bern (in der Prämienregion 1, etwa in Bern)
  • 350,70 Franken in Thurgau (ganzer Kanton, einheitliche Prämienregion)
  • 310,70 Franken in Uri (ebenfalls einheitliche Prämien für den ganzen Kanton)

Wer die höchste Franchise von 2.500 bevorzugt, kann die Kosten weiter reduzieren. Beispielsweise sinkt der Beitrag in Uri um rund 120 Franken auf 191,40 Franken pro Monat. Allerdings steigt das Risiko, an den Kosten im Krankheitsfall über den Selbstbehalt hinaus beteiligt zu werden.

Alternative Modelle der Progrès mit 17 % Rabatt

Die Grundversicherung zeichnet sich durch eine freie Arztwahl aus. Wer stattdessen bei jeder medizinischen Versorgung einen bestimmten Mediziner oder ein festgelegtes Gesundheitszentrum besucht, kann die Kosten merklich senken. Das Hausarzt- bzw. HMO-Modell „BeneFit PLUS – Hausarztmodell 17%“ ermöglicht eine Ersparnis im zweistelligen Prozentbereich.

Die Kosten zwischen Grundversicherung und alternativen Modell im Vergleich am Beispiel der Stadt Aarau:

  • 364,60 Franken für die obligatorische Krankenversicherung
  • 320,80 Franken für die HMO-Versicherung 12 %
  • 302,60 Franken für das BeneFit Plus Hausarztmodell 17 %

Wer die höchste Franchise wählt, kann mit dem Hausarztmodell die Kosten in diesem Musterbeispiel sogar auf 203 Franken pro Monat verringern.

Wichtig ist allerdings, dass es in der unmittelbaren Umgebung eine Behandlungsmöglichkeit gibt. Das Ärztenetz der Helsana ist in Städten engmaschiger als in Gemeinden. Kein eigenes Ärztenetz gibt es in Glarus, Jura, Nidwalden und Obwalden. In den anderen 22 Kantonen sind Mediziner beziehungsweise Praxen in ausreichender Form zur Auswahl vorhanden. Besonders viele Möglichkeiten stehen den Aargauern, Bernern, Luzernern, Solothurnern, St. Gallenern sowie Zürcher offen.

Weiterhin lässt sich das Modell „BeneFit PLUS Telmed“ wählen, welches das Hausarztmodell mit einer telefonischen Beratung verknüpft. Hier müssen Konsumenten zuerst einen Mediziner des Netzwerkes „Medgate“ per Telefon kontaktieren, der entweder unmittelbar eine Diagnose vornimmt oder an einen Spezialisten überweist. Ausnahmen gelten nur in Notfällen, beim Gynäkologen, Augenarzt oder bei der Geburtenhilfe. Dieses Modell ermöglicht eine Beitragsersparnis von 15 Prozent.

Zusatzversicherungen der Progrès

Die Leistungen sind bekanntermaßen bei allen Krankenkassen gleich. Für eine höherwertige medizinische Versorgung müssen sich Konsumenten privat durch Zusatzversicherungen absichern. Bei der Progrès können sich Schweizer in allen wichtigen Lebensbereichen absichern.

  • Im ambulanten Bereich ist die Auswahl am größten. Standardergänzungen wie beispielsweise Brillen sind im Tarif „Top“ enthalten. „Sana“ leistet für alternative Medizin und Vorsorge. Beide Bausteine sind in dem Tarif „Completa“ kombiniert. Zudem lassen sich medizinische Notfälle im Ausland durch das „World“-Produkt abdecken. In dem Krankenpflege-Tarif „Primeo“ sind eine freie Arztwahl und ein hoher Komfort bei der ambulanten Behandlung inklusive. Das Angebot „Omnia“ vereint ambulante und stationäre Behandlungen.
  • Im stationären Bereich: Die Hospital-Zusatzversicherung gliedert sich ebenfalls in mehrere Tarife. Selbstverständlich sind die freie Spitalwahl und die Behandlung in einer allgemeinen Abteilung. Je nach Tarif lässt sich der Komfort aufbessern, bis hin zum Privatzimmer und der Chefarztbehandlung. Das günstigste Angebot ist „Hospital Eco“, der leistungsstärkste und teuerste Tarif heißt „Hospital Comfort Classica“. Der Tarif „Hospital Flex“ lässt Kranke von Fall zu Fall die Entscheidung über ihren Komfort offen.
  • Für zahnärztliche Behandlungen: Zahnarztrechnungen können ein Loch in die Haushaltskasse reißen. Deshalb bietet die Progrès eine Zusatzversicherung für die Zähne an, die für Zahnbehandlungen rund um den Globus aufkommt. Der Tarif „Denta Plus“ steht in fünf Varianten mit unterschiedlichen Erstattungen zur Auswahl. Danach richtet sich, wie viel das Unternehmen für Zahnkorrekturen und krankheitsbedingte Zahnschäden, Prophylaxe und Kontrollbehandlungen übernimmt.

Zwei weitere Tarife sind auf sehr spezielle Zielgruppen ausgelegt. Das Angebot für Babys beinhaltet alle wichtigen Leistungen für Neugeborene – von der freien Spitalwahl bis hin zu kostspieligen Zahnbehandlungen.

Für Grenzgänger aus Deutschland, Frankreich oder Italien hat die Progrès einen Tarif zusammengestellt. Beispielsweise können deutsche Grenzgänger mit dem Tarif „Swiss Package“ frei wählen, in welchem der beiden Länder sie sich behandeln lassen möchten. Außerdem ist auch eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung möglich.

Die Zusatzversicherungen der Progrès  stimmen mit den Angeboten der Hauptmarke Helsana überein. Im Detail informieren wir in unserer Zusammenfassung der Helsana über die Zusatzversicherungen der Gruppe. Versicherte können die Krankenkassen der Gruppe laut K-Tipp gegeneinander ausspielen. Kranken- und Zusatzversicherer können getrennt werden, ohne dass sich der Aufwand erhöht. Denn für die vier Krankenkassen Progrès, Helsana, Avanex und Sansan stellt die Helsana einheitliche Prämienrechnungen aus. Außerdem gibt es eine einheitliche Adresse für Einsendungen mit Postfach in Zürich. Wer beispielsweise eine Zusatzversicherung bei der Progrès besitzt, aber bei der Avanex günstiger krankenversichert werden kann, hat deshalb einen deutlich geringen Aufwand als bei einem Wechsel zu einer anderen Versicherungsgruppe.

Versicherte bewerten Progrès unterschiedlich

In zwei Umfragen unter Versicherten schneidet die Progrès unterschiedlich stark ab. Bei Comparis erhält die Krankenkasse die Note gut (5,2 von 6 Punkten). Das Ergebnis setzt sich aus drei Bereichen zusammen. Die schlechteste, aber dennoch gute Note erhielt die Progrès für ihre Kundeninformation (5,1). Die Mitarbeiter werden als sehr kompetent und freundlich eingeschätzt (5,3), außerdem werden die Abrechnungen in der Regel zufriedenstellend bearbeitet (5,3).

Zu einem anderen Ergebnis kommt eine Konsumentenumfrage von bonus.ch aus dem August 2015. 2.300 Versicherte gaben ihre Meinung zu 20 Krankenkassen ab und bewerteten ebenfalls drei Bereiche. Im Durchschnitt erreichten die Krankenkassen eine Zufriedenheit von 5,03 von sechs möglichen Punkten. Die Progrès erhielt jedoch nur 4,8 Zähler. Beim Kundenservice fiel die Krankenkasse deutlich ab (4,4). Ansonsten überzeugte das Unternehmen aber durch eine ordentliche Leistungsbearbeitung (4,9) und eine gute Vertragsabwicklung (5,0) auf.

Finanziell steht die Progrès auf sehr gesunden Beinen. Rücklagen in Höhe von 181 Millionen Franken zeugen von einer hohen Solvenz, die weit über den gesetzlichen Vorgaben liegt.

Fakten zur Progrès Krankenversicherung

Bis zum Ende der 1980-er Jahre war die Progrès ein eigenständiger Krankenversicherer, der sich auf den Kanton Neuenburg konzentrierte. Mit dem Eintritt in die Helsana-Gruppe dehnte das Unternehmen zu Beginn der 1990-er Jahre seine Tätigkeit auf den Westen der Schweiz und anschließend auf das gesamte Land aus. Seit 2013 firmiert die Progrès nur noch unter dem Dach der Helsana und hat beispielsweise keinen eigenständigen Internetauftritt. Mit dieser Maßnahme soll die Hauptmarke gestärkt werden.

Zur Helsana Gruppe zählen außer der Progrès auch die Sansan und Avanex. Über 1,15 Millionen Eidgenossen sind bei einem der vier Krankenkassen mit Hauptsitz in Dübendorf bei Zürich abgesichert. Allein die Progrès erzielt pro Jahr Prämieneinnahmen von rund 560 Millionen Franken. Als einer der größten Schweizer Krankenversicherer hat die Gruppe auch in der Unfallversicherung große Marktanteile. Mehr als 3.000 Mitarbeitende sind für die Helsana tätig.

Progrès Krankenkasse Adresse

Progrès Versicherungen

Postfach 8081 Zürich

8600 Dübendorf

 

Telefon: 043 340 11 12

Fax: 043 340 01 11

Web: www.helsana.ch

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