Sansan Krankenkasse

Die Sansan Krankenkasse ist ein Teil der Helsana Gruppe und bietet die gleichen Kranken- und Zusatzversicherungen an wie die Hauptmarke. Neben der traditionellen Grundversicherung stehen preiswerte Alternative Modelle zur Auswahl.  Die Zusatzversicherungen stocken den Schutz jenseits der gesetzlichen Leistungen und Medikamente auf. Unter anderem befindet sich auch ein maßgeschneidertes Produkt für Grenzgänger im Angebot.

WICHTIG: Die Sansan Krankenkasse wird zum 1. Januar 2017 aufgelöst und in die Progrés Krankenkasse eingegliedert. Wir empfehlen vor der Zwangseingliederung einen Krankenkassenvergleich, um sicherzustellen, dass die Prämien dadurch nicht überdurchschnittlich steigen werden.

Die Helsana umfasst rund 564.000 Versicherte. Mit 205.242 Versicherten ist die Sansan deutlich kleiner und ähnlich groß wie ihre „Schwester-Marke“ Avanex. Rund ein Viertel der Sansan-Versicherten leben im Kanton Bern. Auch in den östlich angrenzenden Kantonen Aargau und Luzern sind mehr als 30.000 Menschen bei dem Zürcher Unternehmen versichert. Die fünf mitgliederstärksten Kantone im Überblick:

  1. Bern 080 Mitglieder
  2. Aargau 701 Mitglieder
  3. Luzern 683 Mitglieder
  4. Wallis 434 Mitglieder
  5. Schwyz 333 Mitglieder

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Prämienanstieg der Sansan Krankenkasse

Von 2014 auf 2015 hat die Sansan rund 2.400 Versicherte verloren. Der Rückgang könnte mit den steigenden Prämien zusammenhängen, die sich laut bonus.ch in den letzten Jahren überdurchschnittlich stark erhöht haben. Seit 2007 ist ein Prämienanstieg von mehr als 58 Prozent zu verzeichnen – im Vergleich zur Konkurrenz ein sehr hoher Wert.

Heute zahlen Sansan-Versicherte durchschnittlich 392,72 Franken, 147 Franken mehr als noch vor zehn Jahren. 2012 war die Sansan noch etwas günstiger als der durchschnittliche Konkurrent. Mittlerweile liegen die Prämien der Sansan laut dem Portal 22,50 Franken über dem Durchschnitt aller Krankenkassen

Unterschiedliche Kosten für Krankenversicherung der Sansan

Nicht in allen Kantonen sind die Kosten für die Krankenkasse gleich hoch. Vielmehr werden beispielswiese Berner viel stärker zur Kasse gebeten als die Einwohner Appenzell-Innerrhodens. Allein in den fünf Kantonen, in denen die Sansan die meisten Versicherten besitzt, liegt der Unterschied bei fast 100 Franken pro Monat – so viel werden bei einer obligatorischen Krankenversicherung mit ordentlicher Franchise und ohne Unfalldeckung fällig:

  • 448,30 Franken in Bern (in der teuersten Prämienregion 1, zum Beispiel in der Stadt Bern)
  • 369,30 Franken im Aargau (für die ganze Region gibt es einheitliche Prämien)
  • 376,70 Franken in Luzern (erste Prämienregion, etwa in Luzern)
  • 355,30 Franken in Wallis (erste Prämienregion, zum Beispiel in Sion)
  • 360,00 Franken in Schwyz (einheitliche Prämien im ganzen Kanton)

Versicherte können ihre Prämien senken, wenn sie das Risiko eingehen, stärker an ihren Gesundheitsausgaben beteiligt zu werden. Eine hohe Franchise von 2.500 ist deshalb in erster Linie für junge, fitte Schweizer interessant. Die Prämien können um deutlich mehr als 100 Franken gesenkt werden. Zum Beispiel müssen Luzerner monatlich 257,40 statt rund 377 Franken einplanen.

Sansan: Alternative Modelle bis zu 17 % günstiger

Neben der obligatorischen Grundversicherung bietet die Sansan im Wesentlichen drei alternative Modelle an:

  • HMO-Versicherung 12 %
  • Hausarztmodell 17 % / BeneFit PLUS
  • Hausarztmodell BeneFit PLUS Telmed (mit einer Ersparnis von 15 Prozent)

Bei einem Beitrag von 400 Franken pro Monat können die Kosten somit garantiert um mindestens 48 Franken reduziert werden. Bei der Wahl des um 17 Prozent günstigeren Hausarztmodells ist das Einsparpotential noch höher. Der Unterschied zwischen Grundversicherung und Hausarztmodell liegt zum Beispiel in Luzern bei 64 Franken. Statt 376,70 Franken müssen Erwachsene über 26 Jahren nur 312,60 Franken zahlen. Mit der höchsten Franchise betragen die monatlichen Ausgaben gerade einmal 218,20 Franken.

Je nach Modell gibt es unterschiedliche Einschränkungen bei der Arztwahl. Beim HMO-Modell sind die Versicherten für die erste medizinische Behandlung an ein Gesundheitszentrum gebunden. Das Hausarztmodell ist auf einen Mediziner des Vertrauens ausgelegt. In beiden Fällen sollte die Praxis gut zu erreichen sein. Beim Hausarztmodell mit telefonischer Beratung findet die erste medizinische Betreuung am Hörer statt. Ausgenommen sind neben Notfällen auch Besuche beim Gynäkologen, Augenarzt oder zur Geburtenhilfe.

Auf der Suche nach einer nahelegenden Praxis können sich Konsumenten am Ärztenetz der Helsana orientieren, das auch für die Sansan gilt. Kein eigenes Ärztenetz gibt es in Glarus, Jura, Nidwalden und Obwalden. Eine besonders große Auswahl besteht in Aargau, Bern, Luzern, Solothurn, St. Gallen und Zürich.

Beliebteste Zusatzversicherungen der Sansan

Zusatzversicherungen garantieren Leistungen und Medikamente, die nicht in der Krankenversicherung eingeschlossen sind. Die Sansan bietet zahlreiche Tarife in verschiedenen Bereichen an. Die Zusatzversicherungen sind gleich wie bei den anderen Helsana-Krankenkassen. Es ist deshalb auch denkbar, Kranken- und Zusatzversicherung zu trennen. Wer etwa bei der Helsana zusatzversichert ist, kann ohne großen Aufwand zu einer möglicherweise günstigeren Krankenversicherung (Sansan, Avanex oder Progrès) wechseln. Da die Gruppe unter einer Adresse firmiert und einheitliche Prämienrechnungen erstellt, empfiehlt der K-Tipp einen Krankenkassenvergleich innerhalb der Versicherungsgruppe.

Die Leistungen sind anders als die Prämien für alle Helsana-Marken einheitlich. Die Zusatzversicherungen gliedern sich in drei wichtige Kategorien:

  1. Für ambulante Behandlungen stehen zahlreiche Tarife offen. Die beliebtesten Erweiterungen wie Brillen oder Kuren sind im Tarif „Top“ inklusive. Für Komplementärmedizin und Prävention eignet sich das Produkt „Sana“. Beide Tarife sind über das Angebot „Completa“ kombinierbar. Für medizinische Notfälle im Ausland können Konsumenten das „World“-Produkt abschließen. Der Tarif „Primeo“ vergrößert die Möglichkeiten bei der Krankenpflege und beinhaltet eine freie Arztwahl sowie einen hohen Komfort bei ambulanten Behandlungen. Zu guter Letzt verknüpft die Sansan mit dem Tarif „Omnia“ Ambulanz und Spitalbehandlungen.
  1. Für stationäre Behandlungen steht die Hospital-Zusatzversicherung in mehreren Varianten zur Verfügung: In allen Produkten können Versicherte mindestens ihr Spital frei wählen und in einer allgemeinen Abteilung behandelt werden. In mehreren Stufen lässt sich der Komfort bis hin zu einem Zweibett- oder Einzelzimmer aufbessern. Auch eine Behandlung durch den Chefarzt ist möglich. Vom Basis-Tarif „Hospital Eco“ bis zum leistungsstarken „Hospital Comfort Classica“ gibt es einige weitere Tarife für jeden Anspruch. Wer vor jedem Hospitalaufenthalt neu über seinen Komfort entscheiden möchte, kann den Tarif „Hospital Flex“ wählen.
  1. Für zahnärztliche Behandlungen: Der Tarif „DentaPlus“ ist in fünf Ausführungen verfügbar. Somit sind die Leistungen für Zahnkorrekturen und krankheitsbedingte Zahnschäden, Prophylaxe und Kontrollbehandlungen gestaffelt. Die Sansan leistet nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit.

Die Sansan hat außerdem ein Produkte speziell auf Grenzgänger aus Deutschland, Frankreich und Italien zugeschnitten. Das Angebot „Swiss Package“ umfasst die wichtigsten Leistungen für deutsche Grenzgänger. Behandlungen sind in beiden Ländern möglich, zudem ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland nicht ausgeschlossen.

Darüber hinaus bietet die Sansan eine Police für Neugeborene an. Das Produkt sichert Kleinkinder schon im Voraus für wichtige Bereiche wie das Spital oder den Zahnarzt ab. Weitere Informationen zu den Zusatzversicherungen der Gruppe sind in unserem Portrait der Helsana zu finden.

Bewertungen der Sansan Krankenkasse

Laut dem Fachportal Comparis liegen die finanziellen Reserven der Sansan mit 92,7 Millionen Franken nur knapp über dem gesetzlich vorgegebenen Minium. Im Vergleich zu 2014 konnte die Sansan ihre Solvenz immerhin verbessern. Die Verwaltungskosten sind mit 6,2 Prozent der Prämieneinnahmen jedoch weiterhin relativ hoch.

In zwei Umfragen unter Versicherten erhält die Sansan ordentliche bis gute Noten. 2015 befragte bonus.ch 2.300 Versicherte von 20 Krankenkassen. Aus drei Kategorien wurde ein Gesamtergebnis gebildet, bei dem die Sansan mit fünf von sechs Punkten ein durchschnittliches Resultat erzielt. In allen drei Bereichen (Vertragsabwicklung, Leistungsbearbeitung und Kundenservice) schneidet die Sansan gleichermaßen solide mit der Note 5,0 ab.

Zu einer leicht besseren Einschätzung kommen die Usaer von Comparis. Die Konsumenten stellen der Sansan die Note gut (5,1 von 6 Punkten) aus. Diese Punktzahl erreicht das Unternehmen in den Kategorien Abrechnungen und verständliche Kundeninformation. Die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter wird noch positiver eingeschätzt (5,2 Punkte). Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Krankenkassen Bewertung.

Fakten zur Sansan Krankenkasse

Die Sansan wurde 2001 als Tochterunternehmen der Helsana ins Leben gerufen. Bis 2013 war sie eine eigenständige Marke, die seitdem aber stärker unter dem Dach der Hauptversicherung steht. So besitzt die Sansan beispielsweise keinen eigenständigen Internetauftritt mehr, sondern ist unter der Homepage der Helsana zu erreichen. Zu der Gruppe zählen außerdem die Krankenkassen Avanex und Progrès. Alle vier Krankenkassen haben ihren Hauptsitz in Dübendorf bei Zürich. Zusammengenommen sind mehr als 1,15 Millionen Menschen bei den vier Krankenkassen versichert – damit zählt die Versicherungsgruppe zu den Marktführern.

Rund 3.000 Mitarbeiter stehen im Dienst der Helsana Gruppe. Insgesamt erwirtschaftet die Gruppe, die auch in der Unfallversicherung viele Kunden besitzt, pro Jahr rund 5,7 Milliarden allein an Prämien. Die Sansan nimmt pro Jahr Beiträge in Höhe von mehr als  500 Millionen Franken ein.

Sansan Adresse

Sansan Versicherungen AG

Postfach 8081 Zürich

8600 Dübendorf

 

Telefon: 043 340 11 14

Fax: 043 340 01 11

Web: www.helsana.ch

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Überblick weiterer Krankenkassen im Vergleich.

 

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