Krankenkassenprämien 2016 steigen um bis zu 25 Prozent!

Krankenkassenprämien 2016 steigen um bis zu 25 Prozent!

Laut einer Analyse der ersten provisorischen Krankenkassenprämien für 2016 durch bonus.ch steigen die Prämien im kommenden Jahr um durchschnittlich 4 bis 6 Prozent. In einigen Fällen kann die Prämienerhöhung um bis zu 25% ausfallen. In Deutschschweizer Kantonen fällt die Erhöhung größer aus als in der Westschweiz. Der Bund gibt am Donnerstag, den 24. September die neuen Krankenkassenprämien für 2016 bekannt. Trotz der Prämienerhöhungen steigt die Zufriedenheit der Schweizer mit ihren Krankenkassen. Update zu aktuellen Krankenkassenprämien 2016 unten im Artikel.

Update: Hier finden Sie bereits erste Informationen zu Krankenkassenprämien 2017.

Das Portal bonus.ch hat mehr als 80.000 provisorische Gesundheitsprämien für 2016 analysiert. Dabei zeigt sich, dass die Krankenkassenprämien 2016 erneut steigen werden. Mit durchschnittlich 4 bis 6 Prozent fällt die Prämienerhöhung geringfügig stärker aus als dieses Jahr. Besonders betroffen sind die Deutschschweizer Kantone wie Luzern, Aargau oder St. Gallen. Bis auf wenige Ausnahmen wie Freiburg, Jura oder Tessin werden für die Westschweizer Kantone gemäßigtere Erhöhungen erwartet. Die Belastung für den Mittelstand nimmt weiter zu. Während in den letzten beiden Jahren die Prämien um 2 – 4 Prozent gestiegen sind, wird es 2016 nach Informationen aus vertrauten Kreisen eine höhere Prämienanpassung geben.

Prämien steigen um bis zu 25 Prozent

Die Analyse zeigt darüber hinaus, dass es in manchen Fällen Prämienanstiege um bis zu 25 Prozent geben wird. Als Beispiel nennt bonus.ch die Prämie für ein Kind im Kanton Freiburg in der Prämienregion 2. Im traditionellen Versicherungsmodell mit einer Franchise 600 steigen die Prämien um über 20 Prozent an. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Prämien um bis zu 10 Prozent sinken werden.

Gerade junge Erwachsene werden von den Erhöhungen besonders stark betroffen sein. Altersübergreifend kann man das auch für alle Krankenversicherten mit Franchise 2000 oder 2500 sagen. Untersucht man die Kriterien, die der Erhöhung zugrunde liegen, stellt man fest, dass sich der Trend des Vorjahres fortsetzt.

Nicht nur die Prämien steigen, sondern auch die Zufriedenheit

Laut einer ebenfalls von bonus.ch durchgeführten Umfrage steigt die Zufriedenheit der Schweizer mit ihrer Krankenkasse trotz der regelmäßigen Beitragserhöhungen weiter an. In der Umfrage 2015 liegt die Zufriedenheitsnote bei 5.03 („gut“). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um 0.06 Punkte. Die steigende Zufriedenheit und die Akzeptanz der Prämienanpassungen hängen augenscheinlich mit dem wachsenden Bewusstsein der Schweizer dafür zusammen, dass die Prämien direkt mit der Entwicklung der Gesundheitskosten zusammenhängen.

 

Derweil läuft eine Initiative des Versicherers SWICA, die die Entwicklung der Gesundheitskosten bremsen soll. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass Apotheken in das Versicherungssystem mit einbezogen werden sollen, wodurch die Versicherten nicht nur durch den Hausarzt, sondern auch durch die Apotheken betreut werden.

Krankenkassenbeiträge 2016 werden teurer

Update: Erhöhte Krankenkassenprämien 2016: Starker Anstieg bei der Assura

Am stärksten steigen die Krankenkassenprämien 2016 in den Kantonen Neuenburg und Jura an. Dort sind viele Einwohner bei der Assura versichert, die im kommenden Jahr deutlich teurer wird. Moderater erhöhen sich die Prämien in drei bestimmten Deutschschweizer Kantonen. Im Durchschnitt müssen Schweizer mit Mehrkosten von 16,30 Franken rechnen. Das hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) berechnet. Ein Krankenkassenwechsel ist noch bis Ende November möglich.

Das BAG geht mit Blick auf 2016 davon aus, dass die Prämien für Erwachsene ab 26 Jahren um 4 Prozent steigen. Für Kinder bis 18 Jahre erhöht sich die Grundversicherung um 3,9 Prozent. Junge Schweizer im Alter von 19 bis 25 Jahren zahlen nun 3,6 Prozent mehr. Diese Werte beziehen sich auf die ordentliche Franchise von 300 Franken mit Unfalldeckung. Bei einer hohen Wahlfranchise, zum Beispiel 2.000 oder 2.500 Franken, können Versicherte von deutlich höheren Prämien überrascht werden. Nach Expertenberechnungen ist in Einzelfällen ein Anstieg von bis zu 25 Prozent möglich.

Mehr als 14 % höhere Prämien für Neuenburger Kinder

Besonders stark steigen die Krankenkassenprämien des Versicherers Assura, der bislang als sehr preiswert galt. In den Kantonen Neuenburg und Jura haben sich viele Einwohner über die Assura krankenversichert, so dass für beide Regionen der höchste Anstieg erwartet wird. Für Erwachsene ab 26 Jahren sollen sich die Prämien in Neuenburg um 8,2 Prozent, für Kinder sogar um 14,1 Prozent erhöhen. Unabhängig vom Alter erwartet die Neuenburger der stärkste Anstieg der ganzen Schweiz. Die erwachsenen Jurasser müssen ebenfalls mit einem hohen Aufschlag von 7,4 Prozent rechnen. Überdurchschnittlich starken steigen die Prämien um 5,4 Prozent auch in Nidwalden und Appenzell-Innerrhoden.

Zürich, Basel und Bern unter dem Durchschnitt bei Krankenkassenprämien 2016

Deutlich unter dem Durchschnitt liegen drei Deutschweizer Kantone. In Uri müssen die Versicherten mit um 2,4 Prozent erhöhten Prämien rechnen. Auch in Basel-Stadt steigen die Beiträge nur moderat um 2,3 Prozent. Am wenigsten verändert sich in Appenzell-Innerrhoden, wo sich die Prämien um 2,2 Prozent erhöhen.

Zwei der drei größten Kantone liegen ebenfalls unter dem Durchschnitt. Die Prämien steigen in Zürich um 3,6 und in Bern um 2,8 Prozent. Das Waadtland wird mit 4,7 Prozent hingegen überdurchschnittlich stark belastet. Ein Krankenkassenvergleich lohnt sich damit für jeden.

 

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Bild: © Schlierner – fotolia.com

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