Krankenkassenprämien steigen 2018 um bis zu 6,4 Prozent

Krankenkassenprämien steigen 2018 um bis zu 6,4 Prozent

Am Donnerstag haben Gesundheitsminister Alain Berset und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Krankenkassenprämien 2018 veröffentlicht. Je nach Kanton wird es für Versicherte um bis zu 6,4 Prozent teurer. In anderen Prämienregionen steigen die Gesundheitskosten dagegen nur um 1,6 Prozent. Im Schnitt muss sich jeder Bürger auf eine Erhöhung der Prämien um vier Prozent einstellen.

Die Krankenkassenprämien werden 2018 erneut steigen. Im Vergleich zu den letzten zehn Jahren ist die erneute Anpassung der sogenannten Standardprämie sogar überdurchschnittlich. Während sie 2018 um durchschnittlich vier Prozent steigt, waren es in den letzten zehn Jahren lediglich 3,7 Prozent. Die Standardprämie bezeichnet dabei die Prämie für „die obligatorische Krankenpflegeversicherung einer erwachsenen Person mit CHF 300.- Franchise und Unfalldeckung“, so das BAG. Durch die Erhöhung beträgt die durchschnittliche Krankenkassenprämie 2018 CHF 465.30.

Hier Prämien berechnen

Manche Krankenkassen müssen Reserven mit Prämien auffüllen

Vor allem für Kinder und Jugendliche wird es teurer. Für sie erhöhen sich die Krankenkassenprämien 2018 im Schnitt um fünf Prozent. Generell ging das BAG im Vorfeld von einem geringen Kostenanstieg aus. Warum die Prämien nun doch stärker steigen, hat zwei Gründe: Einerseits unterschreiten die Reserven einiger Versicherer das vorgeschriebene Minimum. Entsprechend müssen diese Kassen den Puffer mit den Krankenkassenprämien 2018 wieder aufbauen. Andererseits müssen andere Krankenkassen ihre Prämien anpassen, um kostendeckend zu arbeiten.

Krankenkassenprämien 2018: Grosse Unterschiede zwischen den Kassen

In den Kantonen Genf, Neuenburg, Waadt und Wallis steigen die Krankenkassenprämien 2018 besonders deutlich. Im Schnitt geht es für die Versicherten fünf Prozent nach oben. Entsprechend gross ist auch das Sparpotenzial. In Genf kostet die günstigste Krankenkasse ohne Unfalldeckung und Franchise CHF 1’500.- beispielsweise CHF 403.30 pro Monat. Die teuerste verlangt für die gleichen Leistungen CHF 704.10. Pro Jahr können Versicherte mit einem Wechsel der Krankenkasse bis zu CHF 3’609.60 sparen. Ein ähnliches Bild zeichnet sich für Waadt ab. Dort liegt das maximale jährliche Sparpotenzial bei CHF 3’862.80.
Doch nicht nur Versicherte in diesen Kantonen können ihre Krankenkassenprämien deutlich senken. Auch in Tessin und Freiburg sind die Unterschiede zwischen der günstigsten und der teuersten Kasse gross. In beiden Prämienregionen lassen sich im besten Fall mehr als CHF 4’000.- beim Standardmodell einsparen.

-->