So teuer wird die Krankenkasse 2016 in der Schweiz

So teuer wird die Krankenkasse 2016 in der Schweiz

Die Krankenkassenprämien steigen 2016 durchschnittlich um rund 4 Prozent. Aber wie teuer ist die Grundversicherung künftig bei den einzelnen Versicherern? Die aktuellen Daten des Bundesamts für Gesundheit (BAG) geben Auskunft, wie hoch die Prämien für die Grundversicherung im Jahr 2016 je nach Unternehmen ausfallen werden.

Grundversicherung: Über 400 Franken sind normal

Standard ist das Modell Grundversicherung mit einer ordentlichen Franchise. Mit Unfalldeckung verlangt die größte Schweizer Krankenkasse CSS Luzern in diesem Bereich von den erwachsenen Versicherten 405 Franken pro Monat. Ohne Unfalldeckung sind es bei der 300-er Franchise rund 377 Franken. Die Beiträge können durch die höchste Franchise (2500 CHF) auf 277 (mit Unfalldeckung) bzw. 257 Franken (ohne) erheblich reduziert werden. Im Gegenzug müssen sich die Kunden aber stärker an ihren Gesundheitskosten beteiligen.

Beim größten Konkurrenten, der Helsana Zürich ist die Krankenversicherung 2016 mit 428 bzw. 398 Franken etwas teurer. Der Mitbewerber Swica Winterthur veranschlagt mit 430 bzw. 400 Franken eine ähnlich hohe Monatsprämie. Bei der Concordia Luzern kostet die Krankenversicherung mit ordentlicher Franchise 411 bzw. 390 Franken. Die Visana Bern ist mit 460 bzw. 430 Franken der teuerste Versicherer unter den fünf Unternehmen mit den meisten Mitgliedern.

Sehr günstigste Krankenkassen sind die Agrisano Brugg mit 351, die Assura Pully mit 349, die KKlh Zell mit 347, die KK Steffisburg mit 346 sowie die Sanagate Luzern mit 345 Franken. Ohne Unfalldeckung berechnet die Sanagate gerade einmal 321 und mit der höchsten Franchise lediglich 201 Franken pro Monat.

Am teuersten ist die Wincare Zürich mit 486 Franken pro Monat. Zwischen der günstigsten und teuersten Krankenkasse klafft also für ein vergleichbares Angebot eine Lücke von 150 Franken.

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Günstigste Krankenkassen für HMO und andere Modelle

Für das HMO-Modell sind die Avenir Martigny (Basic Plus), die KPT Bern (KTP win.plus) und die Provita Winterthur (Sanacare) mit 320 Franken ein preiswertes Angebot für eine 300-er Franchise mit Unfalldeckung. Am günstigsten ist die Philos Martigny (Basic Plus) mit 318 Franken. Ohne Unfalldeckung ist der Schutz bei der Avenir sowie Philos Martigny für unter 300 Franken zu haben. Mit Abstand am teuersten ist die Kolping Dübendorf (HMO) mit fast 412 bzw. 383 Franken.

Beim Hausarztmodell erweist sich die Galenos Zürich (MInica-Optima) mit 313 bzw. 291 Franken bei der ordentlichen Franchise als besonders preiswert. Mit der höchsten Franchise kostet die Absicherung 193 bzw. 178 Franken. Ähnlich günstig ist die KK Birchmeier Künten, die bei der ordentlichen Franchise für 313 bzw. 295 Franken zu haben ist. Für 317 bzw. 298 Franken steht das Angebot der Provita Winterthur (Medicasa Netz Provita) offen. Am teuersten ist in diesem Bereich die Intras Luzern. Der Tarif First Med ist mit 414 bzw. 385 Franken rund 100 Franken kostspieliger als das günstigste Angebot.

Die vollständige Liste mit den neuen Krankenkassenprämien für 2016 kann beim BAG heruntergeladen werden. Hier sind beispielsweise auch die Prämien für junge Erwachsene und Kinder einsehbar.

Einmalzahlungen für Krankenversicherung 2016

Auffällig sind die großen Preisunterschiede zwischen einzelnen Kantonen. Dieses Ungleichgewicht soll durch Einmalzahlungen teilweise ausgeglichen werden. Das Gesamtvolumen der dreijährigen Maßnahme zwischen 2015 und 2017 beläuft sich auf 800 Millionen Franken. Die Versicherer müssen die Einmalzahlung nicht in allen Kantonen in gleicher Höhe durchführen, müssen pro Person aber durchschnittlich mindestens 33 Franken berechnen. Der Betrag kann in einer Tranche oder in mehreren Raten abgebucht werden. Neben den Versicherten tragen auch der Bund und die Unternehmen finanziell zum Ausgleich zwischen den Kantonen bei. Von der Einmalzahlung betroffen sind laut BAG die Kunden von folgenden Krankenkassen:

  1. Arcosana
  2. Avanex
  3. CMVEO
  4. CSS
  5. Easy Sana
  6. EGK
  7. Glarner Krankenversicherung
  8. KK Birchmeier
  9. KK Luzerner Hinterland
  10. KK Simplon
  11. KK Steffisburg
  12. KK Stoffel Mels
  13. KLuG
  14. Kolping
  15. KPT
  16. ÖKK
  17. Rhenusana
  18. Sanag
  19. Sanitas
  20. Wincare

Bis Ende Oktober 2015 müssen die Kassen den Versicherten nicht nur die Höhe der neuen Prämien mitteilen, sondern auch, ob sie eine Einmalzahlung erheben. Im Anschluss bleibt unzufriedenen Schweizern bis Ende November Zeit, um die Krankenkasse zu kündigen oder eine andere Franchise oder ein anderes Modell beim gleichen Anbieter zu wählen.

Für einen Wechsel der Krankenkasse haben Eidgenossen nun zwei Optionen weniger. Statt 59 Versicherern wie im Jahr 2015 werden 2016 nur noch 57 Unternehmen eine Krankenversicherung anbieten. Die Krankenkasse Zeneggen wird durch Visperterminen sowie die Maxi.ch Versicherungen AG durch Avanex übernommen. In den letzten Jahren ist die Anzahl der Krankenversicherer kontinuierlich gesunken. 2013 und 2014 waren noch 61 Unternehmen auf dem Markt tätig.

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