Progrès Krankenkasse

Die Progrès Krankenkasse ist im Aufwind: Von 2014 auf 2015 vergrößerte sie sich um 4.700 Versicherte. Nichtsdestotrotz ist sie die kleinste der vier Krankenkassen aus dem Helsana-Verbund. Die Gruppe bietet einheitliche Kranken- und Zusatzversicherungen mit zahlreichen Optionen an. So stehen als Alternative zur obligatorischen Krankenversicherung günstige alternative Modelle zur Verfügung. Die Zusatzversicherungen lassen viele Möglichkeiten offen, um sich für Spitalaufenthalte, ambulante Behandlungen und den Zahnarzt einen höheren Komfort zu sichern. Auch eine spezielle Police für Grenzgänger ist im Portfolio der Progrès inbegriffen.

Krankenkassenprämien 2018 der Progrès

Von der Krankenkassenprämienerhöhung 2018 sind auch Versicherte der Progrès Krankenkasse betroffen. Diese bezahlen mit durchschnittlich CHF 470.27 rund ein Prozent beziehungsweise CHF 4.97 mehr als der bundesweite Durchschnitt von CHF 465.30. Je nach Kanton bietet die Progrès Krankenkasse ihre Leistungen für einen monatlichen Beitrag von CHF 377.- (Uri) oder CHF 637.- (Genf) an (Grundversicherung, Franchise von CHF 300.-, Unfalldeckung).

Rechner

Prämienentwicklung der Progrès

Die Prämien der Progrès haben sich im letzten Jahrzehnt überdurchschnittlich stark erhöht. Nach Angaben von bonus.ch kostet eine obligatorische Grundversicherung über 53 Prozent mehr als noch 2007. Die monatlichen Kosten sind von rund 257 auf 394,26 Franken gestiegen.

Damit ist die Progrès mittlerweile gut 19 Franken teurer als der Durchschnitt aller Schweizer Krankenkassen. Vor drei Jahren fielen die Prämien der Progrès noch durchschnittlich hoch aus. Sowohl zum Jahreswechsel 2014/2015 als auch ein Jahr später hat die Progrès ihre Beiträge jedoch besonders stark erhöht.

Progrès: Krankenkassen Kosten nach Kantonen

Wie hoch die Prämien ausfallen, richtet sich nach dem Wohnsitz. In Ballungszentren müssen Einwohner deutlich mehr zahlen als in ländlichen Regionen. So viel kostet die obligatorische Krankenversicherung (mit 300-er-Franchise und ohne Unfalldeckung) in den fünf mitgliederstärksten Kantonen:

  • 364,60 Franken im Aargau (für den ganzen Kanton, keine Unterscheidung nach Prämienregionen)
  • 432,50 Franken in Zürich (in der Prämienregion 1, zum Beispiel in der Stadt Zürich)
  • 489,20 Franken in Bern (in der Prämienregion 1, etwa in Bern)
  • 350,70 Franken in Thurgau (ganzer Kanton, einheitliche Prämienregion)
  • 310,70 Franken in Uri (ebenfalls einheitliche Prämien für den ganzen Kanton)

Wer die höchste Franchise von 2.500 bevorzugt, kann die Kosten weiter reduzieren. Beispielsweise sinkt der Beitrag in Uri um rund 120 Franken auf 191,40 Franken pro Monat. Allerdings steigt das Risiko, an den Kosten im Krankheitsfall über den Selbstbehalt hinaus beteiligt zu werden.

Alternative Modelle der Progrès mit 17 % Rabatt

Die Grundversicherung zeichnet sich durch eine freie Arztwahl aus. Wer stattdessen bei jeder medizinischen Versorgung einen bestimmten Mediziner oder ein festgelegtes Gesundheitszentrum besucht, kann die Kosten merklich senken. Das Hausarzt- bzw. HMO-Modell „BeneFit PLUS – Hausarztmodell 17%“ ermöglicht eine Ersparnis im zweistelligen Prozentbereich.

Die Kosten zwischen Grundversicherung und alternativen Modell im Vergleich am Beispiel der Stadt Aarau:

364,60 Franken für die obligatorische Krankenversicherung
320,80 Franken für die HMO-Versicherung 12 %
302,60 Franken für das BeneFit Plus Hausarztmodell 17 %

Wer die höchste Franchise wählt, kann mit dem Hausarztmodell die Kosten in diesem Musterbeispiel sogar auf 203 Franken pro Monat verringern.

Wichtig ist allerdings, dass es in der unmittelbaren Umgebung eine Behandlungsmöglichkeit gibt. Das Ärztenetz der Helsana ist in Städten engmaschiger als in Gemeinden. Kein eigenes Ärztenetz gibt es in Glarus, Jura, Nidwalden und Obwalden. In den anderen 22 Kantonen sind Mediziner beziehungsweise Praxen in ausreichender Form zur Auswahl vorhanden. Besonders viele Möglichkeiten stehen den Aargauern, Bernern, Luzernern, Solothurnern, St. Gallenern sowie Zürcher offen.

Weiterhin lässt sich das Modell „BeneFit PLUS Telmed“ wählen, welches das Hausarztmodell mit einer telefonischen Beratung verknüpft. Hier müssen Konsumenten zuerst einen Mediziner des Netzwerkes „Medgate“ per Telefon kontaktieren, der entweder unmittelbar eine Diagnose vornimmt oder an einen Spezialisten überweist. Ausnahmen gelten nur in Notfällen, beim Gynäkologen, Augenarzt oder bei der Geburtenhilfe. Dieses Modell ermöglicht eine Beitragsersparnis von 15 Prozent.

Zusatzversicherungen der Progrès

Die Leistungen sind bekanntermaßen bei allen Krankenkassen gleich. Für eine höherwertige medizinische Versorgung müssen sich Konsumenten privat durch Zusatzversicherungen absichern. Bei der Progrès können sich Schweizer in allen wichtigen Lebensbereichen absichern.

Im ambulanten Bereich ist die Auswahl am größten. Standardergänzungen wie beispielsweise Brillen sind im Tarif „Top“ enthalten. „Sana“ leistet für alternative Medizin und Vorsorge. Beide Bausteine sind in dem Tarif „Completa“ kombiniert. Zudem lassen sich medizinische Notfälle im Ausland durch das „World“-Produkt abdecken. In dem Krankenpflege-Tarif „Primeo“ sind eine freie Arztwahl und ein hoher Komfort bei der ambulanten Behandlung inklusive. Das Angebot „Omnia“ vereint ambulante und stationäre Behandlungen.

Im stationären Bereich: Die Hospital-Zusatzversicherung gliedert sich ebenfalls in mehrere Tarife. Selbstverständlich sind die freie Spitalwahl und die Behandlung in einer allgemeinen Abteilung. Je nach Tarif lässt sich der Komfort aufbessern, bis hin zum Privatzimmer und der Chefarztbehandlung. Das günstigste Angebot ist „Hospital Eco“, der leistungsstärkste und teuerste Tarif heißt „Hospital Comfort Classica“. Der Tarif „Hospital Flex“ lässt Kranke von Fall zu Fall die Entscheidung über ihren Komfort offen.

Für zahnärztliche Behandlungen: Zahnarztrechnungen können ein Loch in die Haushaltskasse reißen. Deshalb bietet die Progrès eine Zusatzversicherung für die Zähne an, die für Zahnbehandlungen rund um den Globus aufkommt. Der Tarif „Denta Plus“ steht in fünf Varianten mit unterschiedlichen Erstattungen zur Auswahl. Danach richtet sich, wie viel das Unternehmen für Zahnkorrekturen und krankheitsbedingte Zahnschäden, Prophylaxe und Kontrollbehandlungen übernimmt.

Zwei weitere Tarife sind auf sehr spezielle Zielgruppen ausgelegt. Das Angebot für Babys beinhaltet alle wichtigen Leistungen für Neugeborene – von der freien Spitalwahl bis hin zu kostspieligen Zahnbehandlungen.

Für Grenzgänger aus Deutschland, Frankreich oder Italien hat die Progrès einen Tarif zusammengestellt. Beispielsweise können deutsche Grenzgänger mit dem Tarif „Swiss Package“ frei wählen, in welchem der beiden Länder sie sich behandeln lassen möchten. Außerdem ist auch eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung möglich.

Die Zusatzversicherungen der Progrès stimmen mit den Angeboten der Hauptmarke Helsana überein. Im Detail informieren wir in unserer Zusammenfassung der Helsana über die Zusatzversicherungen der Gruppe. Versicherte können die Krankenkassen der Gruppe laut K-Tipp gegeneinander ausspielen. Kranken- und Zusatzversicherer können getrennt werden, ohne dass sich der Aufwand erhöht. Denn für die vier Krankenkassen Progrès, Helsana, Avanex und Sansan stellt die Helsana einheitliche Prämienrechnungen aus. Außerdem gibt es eine einheitliche Adresse für Einsendungen mit Postfach in Zürich. Wer beispielsweise eine Zusatzversicherung bei der Progrès besitzt, aber bei der Avanex günstiger krankenversichert werden kann, hat deshalb einen deutlich geringen Aufwand als bei einem Wechsel zu einer anderen Versicherungsgruppe.

Versicherte bewerten Progrès unterschiedlich

In zwei Umfragen unter Versicherten schneidet die Progrès unterschiedlich stark ab. Bei Comparis erhält die Krankenkasse die Note gut (5,2 von 6 Punkten). Das Ergebnis setzt sich aus drei Bereichen zusammen. Die schlechteste, aber dennoch gute Note erhielt die Progrès für ihre Kundeninformation (5,1). Die Mitarbeiter werden als sehr kompetent und freundlich eingeschätzt (5,3), außerdem werden die Abrechnungen in der Regel zufriedenstellend bearbeitet (5,3).

Zu einem anderen Ergebnis kommt eine Konsumentenumfrage von bonus.ch aus dem August 2015. 2.300 Versicherte gaben ihre Meinung zu 20 Krankenkassen ab und bewerteten ebenfalls drei Bereiche. Im Durchschnitt erreichten die Krankenkassen eine Zufriedenheit von 5,03 von sechs möglichen Punkten. Die Progrès erhielt jedoch nur 4,8 Zähler. Beim Kundenservice fiel die Krankenkasse deutlich ab (4,4). Ansonsten überzeugte das Unternehmen aber durch eine ordentliche Leistungsbearbeitung (4,9) und eine gute Vertragsabwicklung (5,0) auf.

Finanziell steht die Progrès auf sehr gesunden Beinen. Rücklagen in Höhe von 181 Millionen Franken zeugen von einer hohen Solvenz, die weit über den gesetzlichen Vorgaben liegt.

Fakten zur Progrès Krankenversicherung

Bis zum Ende der 1980-er Jahre war die Progrès ein eigenständiger Krankenversicherer, der sich auf den Kanton Neuenburg konzentrierte. Mit dem Eintritt in die Helsana-Gruppe dehnte das Unternehmen zu Beginn der 1990-er Jahre seine Tätigkeit auf den Westen der Schweiz und anschließend auf das gesamte Land aus. Seit 2013 firmiert die Progrès nur noch unter dem Dach der Helsana und hat beispielsweise keinen eigenständigen Internetauftritt. Mit dieser Maßnahme soll die Hauptmarke gestärkt werden.

Zur Helsana Gruppe zählen außer der Progrès auch die Sansan und Avanex. Über 1,15 Millionen Eidgenossen sind bei einem der vier Krankenkassen mit Hauptsitz in Dübendorf bei Zürich abgesichert. Allein die Progrès erzielt pro Jahr Prämieneinnahmen von rund 560 Millionen Franken. Als einer der größten Schweizer Krankenversicherer hat die Gruppe auch in der Unfallversicherung große Marktanteile. Mehr als 3.000 Mitarbeitende sind für die Helsana tätig.
Progrès Krankenkasse Adresse

Progrès Versicherungen

Postfach 8081 Zürich

8600 Dübendorf

Telefon: 043 340 11 12

Fax: 043 340 01 11

Web: www.helsana.ch

Spezielle Grenzgängerversicherung der CSS

Die CSS Krankenversicherung bietet Grenzgängern die Möglichkeit, sich mit der Grundversicherung EU/EFTA nach schweizerischem Recht zu versichern. Diese übernimmt die wesentlichen Kosten im ambulanten und stationären Bereich bei Krankheit, Unfall und Mutterschaft. Zu den Leistungen gehören Behandlungen im Wohnkanton oder Arbeitsort bei anerkannten Ärzten. Bei Aufenthalten im Spital gilt eine zeitlich unbeschränkte Kostendeckung in öffentlichen Spitälern und allgemeinen Abteilungen (Mehrbettzimmer). Ärztliche verordnete Medikamente der Generikaliste des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) sind durch die Grundversicherung ebenfalls abgedeckt. Der Abschluss von Zusatzversicherungen nach VVG (Versicherungsvertragsgesetz) ist in diesem Zusammenhang nicht möglich.

Grenzgänger aus Deutschland, Frankreich und Österreich können sich über die CSS auch in ihrem Heimatland versichern. Hierfür arbeitet der Krankenversicherer mit der Allianz zusammen. m Rahmen einer Beratung durch Spezialisten wird der persönliche Versicherungsbedarf analysiert und die optimale Lösung eruiert. Wer sich auch weiterhin in seinem Heimatland versichern möchte, kann sich innerhalb von drei Monaten nach Stellenantritt von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz befreien lassen.

Prämienrabatte bei den Zusatzversicherungen der CSS

Bei den Krankenversicherungen der CSS können Kunden von verschiedenen Rabatten profitieren. Hierzu gehört beispielsweise ein Familienrabatt für Kinder und Jugendliche bis zum 25. Lebensjahr. Voraussetzung hierfür ist, dass Kind bzw. Jugendlicher und mindestens ein Erziehungsberechtigter im gemeinsamen Haushalt leben. In der Tarifvariante Economy können Kinder kostenlos mitversichert werden. Bei den Angeboten Balance und Premium gibt es einen Rabatt von 75 Prozent.

Wer innerhalb eines bestimmten Beobachtungszeitraums keine Leistungen in Anspruch nimmt, profitiert von einem Leistungsfreiheitsbonus. Bei dreijähriger Vertragsdauer gibt es einen Beitragsnachlass von 2 und bei fünfjähriger Vertragsdauer von 4 Prozent. Durch eine jährliche Zahlung können Versicherte 1 Prozent der Versicherungsprämie einsparen. Bei halbjährlicher Zahlung gibt es einen Preisnachlass von 0,5 Prozent.

Wird zur Spitalzusatzversicherung noch eine Spitalgeldversicherung abgeschlossen reduziert sich die Prämie um 25 Prozent. Zudem gibt es einen Kombinationsrabatt von 10 Prozent für Kunden, die gleichzeitig noch eine Privathaftpflicht-, Hausrat- und Gebäudeversicherung bei der CSS besitzen.

In einen höherwertigen Tarif wechseln

Kunden die beim Vertragsabschluss die Option „Upgrade“ abschließen können zu einem späteren Zeitpunkt ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen höherwertigen Tarif wechseln. Die Option kann alle fünf Jahre bis zum 70. Lebensjahr in Anspruch genommen werden.

Beitragsentwicklung bei der CSS Versicherung

Wie bei den meisten Schweizer Krankenkassen kam es in den letzten Jahren auch bei der CSS zu teilweise deutlichen Prämiensteigerungen. So stieg die durchschnittliche Versicherungsprämie zwischen 2006 und 2015 um 44,69 Prozent von 273,15 auf 395,21 Franken. Damit liegen die Steigerungen bei der CSS über dem schweizerischen Durchschnitt. Im Schnitt stiegen die Beiträge zur Krankenversicherung in diesem Zeitraum um 42,20 Prozent.

Fakten zur CSS Versicherung

Die CSS Krankenkasse gehört zur CSS Holding AG. Unter deren Dach befinden sich zudem auch die Versicherer Arcosana, Intras und Sanagate. Ende 2014 hatten rund 1,28 Millionen Personen eine Grundversicherung bei der CSS abgeschlossen. Insgesamt sind etwa 1,7 Millionen Kunden bei der CSS versichert. Die Prämieneinnahmen steigen um 2,5 Prozent auf 5.379 Mrd. Franken. Damit zählt CSS zu den führenden Schweizer Kranken-, Unfall- und Sachversicherern. Der in Luzern ansässige Versicherer wurde 1899 gegründet. Betreut werden die Kunden von etwa 2.650 Mitarbeitern am Hauptsitz sowie in den verschiedenen Büros vor Ort.

Adresse CSS Krankenkasse:

CSS Kranken-Versicherung AG
Tribschenstrasse 21
6002 Luzern

Telefon: +41 58 277 11 11
Telefax: +41 58 277 12 12

E-Mail: css.info@css.ch
Webseite: www.css.ch

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