Progrès Krankenkasse

Progrès Krankenkasse

Die Progrès Krankenkasse zählte Anfang 2018 mehr als 408‘000 Grundversicherte. Seit 1991 gehört sie zum Helsana-Verbund. Die Gruppe bietet einheitliche Kranken- und Zusatzversicherungen mit zahlreichen Optionen an. So stehen Ihnen neben der obligatorischen Krankenversicherung günstige alternative Modelle zur Verfügung. Die Zusatzversicherungen lassen viele Möglichkeiten offen, um sich für Spitalaufenthalte, ambulante Behandlungen und den Zahnarzt einen höheren Komfort zu sichern. Auch eine spezielle Police für Grenzgänger ist im Portfolio der Progrès inbegriffen.

Krankenkassenprämien 2019 der Progrès

Von der Krankenkassenprämienerhöhung 2019 sind auch Versicherte der Progrès Krankenkasse betroffen. Diese bezahlen nun für die Grundversicherung (Unfalldeckung, 300er-Franchise) durchschnittlich CHF 484.31 pro Monat. 2018 waren es noch CHF 470.27, womit die Kasse rund einem Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt von CHF 465.30 lag. 2019 liegt der Bundesschnitt bei CHF 477.90.

Je nach Kanton bietet die Progrès Krankenkasse 2019 ihre Leistungen für einen monatlichen Beitrag zwischen CHF 378.- (Nidwalden) und CHF 676.- (Genf) an.

2019 steigt die mittlere Krankenkassenprämie, die die Kosten für alle Versicherungsmodelle und Wahlfranchisem berücksichtigt, weniger stark als im Vorjahr. So liegt die Erhöhung mit 1,2 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Jahre von 3,9 Prozent. Je nach Kanton können sich die Krankenkassenprämien jedoch mehr verteuert haben. Mit einem individuellen Krankenkassenvergleich finden Sie heraus, welche Krankenkasse Ihnen das beste Angebot machen kann.

Die Prämien der Progrès haben sich in den letzten fünf Jahren leicht überdurchschnittlich erhöht. Zwischen 2015 und 2019 stiegen die Ausgaben für die traditionelle Grundversicherung mit CHF 300.- Franchise und ohne Unfalldeckung von knapp CHF 350.- auf über CHF 430.-. Die Progrès ist damit etwas teurer als der Bundesdurchschnitt.

Progrès: Krankenkassen Kosten variieren nach Kantonen

Wie hoch die Prämien für Sie ausfallen, richtet sich nach dem Wohnsitz. In Ballungszentren müssen Einwohner deutlich mehr zahlen als in ländlichen Regionen. So viel kostet die obligatorische Krankenversicherung (mit 300er-Franchise und ohne Unfalldeckung) in den fünf mitgliederstärksten Kantonen:

  • CHF 413.90 im Aargau (für den ganzen Kanton, keine Unterscheidung nach Prämienregionen)
  • CHF 491.10 in Zürich (in der Prämienregion 1, zum Beispiel in der Stadt Zürich)
  • CHF 497.60 in Bern (in der Prämienregion 1, etwa in Bern)
  • CHF 405.50 in Thurgau (ganzer Kanton, einheitliche Prämienregion)
  • CHF 354.40 in Uri (ebenfalls einheitliche Prämien für den ganzen Kanton)

Wenn Sie die höchste Franchise von CHF 2‘500.- bevorzugen, können Sie die Kosten reduzieren. Der Beitrag sinkt beispielsweise in Uri um rund CHF 120.- auf CHF 235.10 pro Monat. Allerdings steigt das Risiko, im Krankheitsfall über den Selbstbehalt hinaus an den Kosten beteiligt zu werden.

Alternative Modelle der Progrès mit 17 Prozent Rabatt

Die Grundversicherung zeichnet sich durch eine freie Arztwahl aus. Besuchen Sie stattdessen bei jeder medizinischen Versorgung einen bestimmten Mediziner oder ein festgelegtes Gesundheitszentrum, können Sie Ihre Kosten merklich senken. Das Hausarzt- beziehungsweise HMO-Modell „BeneFit Plus – Hausarztmodell“ ermöglicht eine Ersparnis im zweistelligen Prozentbereich.

Die monatlichen Kosten zwischen der Grundversicherung und den alternativen Modellen im Vergleich am Beispiel der Stadt Aarau:

CHF 413.90 für die obligatorische Krankenversicherung
CHF 364.20 für das BeneFit Plus – Hausarztmodell 12 Prozent
CHF 343.50 für das BeneFit Plus Hausarztmodell 17 Prozent

Wählen Sie sogar die höchste Franchise, verringern Sie Ihre Ausgaben mit dem Hausarztmodell auf CHF 224.20 pro Monat.

Um das Modell nutzen zu können, ist eine Behandlungsmöglichkeit in der unmittelbaren Umgebung wichtig. Das Ärztenetz der Helsana-Gruppe ist in Städten engmaschiger als in Gemeinden. Kein eigenes Ärztenetz gibt es in Glarus, Jura, Nidwalden und Obwalden. In den anderen 22 Kantonen sind Mediziner beziehungsweise Praxen in ausreichender Form zur Auswahl vorhanden. Besonders viele Möglichkeiten stehen den Aargauern, Bernern, Luzernern, Solothurnern, St. Gallenern sowie Zürchern offen.

Weiterhin lässt sich das Modell „BeneFit Plus Telmed“ wählen, welches das Hausarztmodell mit einer telefonischen Beratung verknüpft. Hier müssen Sie zuerst einen Mediziner des Netzwerkes „Medgate“ per Telefon kontaktieren, der entweder unmittelbar eine Diagnose vornimmt oder Sie an einen Spezialisten überweist. Ausnahmen gelten nur in Notfällen, beim Gynäkologen, Augenarzt oder bei der Geburtenhilfe. Dieses Modell ermöglicht eine Beitragsersparnis von 15 Prozent.

Zusatzversicherungen der Progrès

Die Leistungen der Grundversicherung sind bekanntermassen bei allen Krankenkassen gleich. Für eine höherwertige medizinische Versorgung ist es daher sinnvoll, wenn Sie sich privat durch Zusatzversicherungen absichern.

Bei der Progrès ist die Auswahl im ambulanten Bereich am grössten:

  • Standardergänzungen wie beispielsweise Brillen sind im Tarif „Top“ enthalten.
  • „Sana“ leistet für alternative Medizin und Vorsorge. Beide Bausteine sind in dem Tarif „Completa“ kombiniert.
  • Medizinische Notfälle im Ausland lassen sich durch das „World“-Produkt abdecken.
  • In dem Krankenpflege-Tarif „Primeo“ sind eine freie Arztwahl und ein hoher Komfort bei der ambulanten Behandlung inklusive.
  • Das Angebot „Omnia“ vereint ambulante und stationäre Behandlungen.

Im stationären Bereich gliedert sich die Hospital-Zusatzversicherung ebenfalls in mehrere Tarife. Selbstverständlich sind die freie Spitalwahl und die Behandlung in einer allgemeinen Abteilung. Je nach Tarif lässt sich der Komfort, bis hin zum Privatzimmer und der Chefarztbehandlung aufbessern. Das günstigste Angebot ist „Hospital Eco“, der leistungsstärkste und teuerste Tarif heisst „Hospital Comfort Classica“.

Neben hohen Kosten bei der stationären Behandlung ohne zusätzliche Absicherung können Zahnarztrechnungen ein Loch in Ihre Haushaltskasse reissen. Deshalb bietet die Progrès eine Zusatzversicherung an, die für Zahnbehandlungen rund um den Globus aufkommt. Der Tarif „Denta Plus“ steht in fünf Varianten mit unterschiedlichen Erstattungen zur Auswahl. Danach richtet sich, wie viel das Unternehmen für Zahnkorrekturen und krankheitsbedingte Zahnschäden, Prophylaxe und Kontrollbehandlungen übernimmt.

Für Grenzgänger aus Deutschland, Frankreich oder Italien hat die Progrès einen Tarif zusammengestellt. Deutsche Grenzgänger können beispielsweise mit dem Tarif „Swiss Package“ frei wählen, in welchem der beiden Länder sie sich behandeln lassen möchten. Ausserdem ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung möglich.

Versicherte bewerten Progrès unterschiedlich

In zwei Umfragen unter Versicherten schneidet die Progrès unterschiedlich stark ab. Bei Comparis erhält die Krankenkasse die Note gut (5,2 von 6 Punkten, Stand 2018). Das Ergebnis setzt sich aus drei Bereichen zusammen. Für ihre Kundeninformation erreicht die Progrès die beste Note 5,1. Die Mitarbeiter werden als sehr kompetent und freundlich eingeschätzt (5,2), ausserdem werden die Abrechnungen in der Regel zufriedenstellend bearbeitet (5,2).

Bei der Konsumentenumfrage von moneyland aus dem August 2018 unter 1‘500 Versicherten ist die Progrès als einzelne Krankenkasse zwar nicht vertreten. Dafür wurde die Helsana-Gruppe insgesamt bewertet.  Sie erreicht 7,8 von zehn möglichen Punkten. Zum Vergleich: Die beste Krankenkasse wird mit 8,4, die schlechteste mit 6,4 Punkten bewertet. Mit Blick auf die Zufriedenheit der Versicherten landet die Progrès somit im Mittelfeld.

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Kosten verschiedener Modelle auf einen Blick

Fakten zur Progrès Krankenversicherung

Bis zum Ende der 1980er Jahre war die Progrès ein eigenständiger Krankenversicherer, der sich auf den Kanton Neuenburg konzentrierte. Mit dem Eintritt in die Helsana-Gruppe dehnte das Unternehmen zu Beginn der 1990er Jahre seine Tätigkeit auf den Westen der Schweiz und anschliessend auf das gesamte Land aus. Seit 2013 firmiert die Progrès nur noch unter dem Dach der Helsana und hat beispielsweise keinen eigenständigen Internetauftritt.

Zur Helsana-Gruppe zählen ausser der Progrès auch die Sansan und Avanex. Über 1,9 Millionen Eidgenossen sind bei einer der vier Krankenkassen mit Hauptsitz in Dübendorf bei Zürich abgesichert. Allein die Progrès erzielte 2017 einen Prämienertrag von rund 1,39 Milliarden Franken. Als einer der grössten Schweizer Krankenversicherer hat die Gruppe auch in der Unfallversicherung grosse Marktanteile. Mehr als 3.000 Mitarbeitende sind für die Helsana tätig.

Kennzahlen zur Progrès Krankenkasse

Mitarbeiter (gesamte Helsana-Gruppe)3‘212
Standorte (gesamte Helsana-Gruppe)Circa 40
Versicherte408‘200
Prämienertrag 20171,39 Milliarden Franken
Gründungsjahr1903

Progrès Krankenkasse Adresse

Progrès Versicherungen

Zürichstrasse 130

8600 Dübendorf

Telefon: 0844 808182

Web: www.helsana.ch