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Kranken­kassen­prämien 2020:

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Schweizer Versicherte können aufatmen: Ein „Prämienschock“ steht ihnen 2020 bei der Krankenversicherung nicht ins Haus. Während die mittleren Prämien seit 1996 jährlich im Schnitt um 3,8 Prozent anstiegen, sind es 2020 nur 0,2 Prozent beziehungsweise monatlich 1,1 Franken für Erwachsene.

Am deutlichsten werden die Krankenkassenprämien 2020 für Personen ab 26 Jahren in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Neuenburg, Tessin und Wallis mit rund 2,5 Prozent angepasst. Mit Neuenburg und Wallis sind zwei Kantone dabei, in denen die Bewohner bereits im Vorjahr die höchsten Prämiensteigerungen hinnehmen mussten.

In anderen Kantonen sinkt die mittlere Prämie dagegen:

  • Basel Stadt (-0,1%)
  • Luzern (-1,3%)
  • Schaffhausen (-0,9%)
  • Schwyz (-0,4%)
  • Waadt (-0,8%)
  • Zug (-0,1%)
  • Zürich (-0,2%)

Trotz der moderaten Anpassung im Jahr 2020 warnt das BAG vor neuen deutlichen Prämienerhöhungen. Die derzeitige Entwicklung beruht auf Massnahmen zur Kostendämpfung, etwa die Anpassung des TARMED, die zu einer Einsparung von rund 500 Millionen Franken bei den Krankenkassen geführt hat. Sinkende Arzneimittelpreise führten zudem zu einer Entlastung von einer Milliarde Franken.

Damit die Krankenkassenprämien zukünftig weiterhin lediglich in einem moderaten Rahmen steigen, sind jedoch neue Massnahmen notwendig, so das BAG. Denn der medizinisch-technische Fortschritt und der demografische Wandel werden die Kosten im Gesundheitswesen nach oben treiben.

Prämienrabatte für junge Erwachsene

Einen guten Grund Prämien zu berechnen, haben junge Erwachsene im Alter von 19 bis 25 Jahren: Nachdem ihre Prämien bereits im Vorjahr gesunken sind, fallen sie 2020 erneut. Im Schnitt sind es zwei Prozent weniger. Unser Krankenkassenrechner berücksichtigt auch die aktuellen BAG-Prämien für ebendiese Altersgruppe.

Hintergrund der Anpassung ist ein geringerer Risikoausgleich, den die Krankenkassen bei der Berechnung der Prämien für junge Erwachsene seit 2019 berücksichtigen. Statt zwei Drittel der Prämie darf nur noch die Hälfte für den Ausgleich verwendet werden.

Der Risikoausgleich verhindert, dass die Anbieter verstärkt junge, gesunde Kunden werben. Diese verursachen im Vergleich zu älteren und kranken Menschen weniger Gesundheitskosten, was der Finanzlage des Anbieters zugutekommt. Da Krankenkassen, bei denen besonders viele Personen mit hoher Risikostruktur versichert sind, jedoch Ausgleichszahlungen von Kassen mit guter Struktur erhalten, besteht kein Anreiz, gezielt junge und gesunde Menschen zu versichern.

Im Schweizer Gesundheitssystem ist festgeschrieben, dass jede in der Schweiz wohnhafte Person bei einer Krankenkasse eine obligatorische Grundversicherung abschliessen muss. Dafür bezahlen Sie monatliche Beiträge, die sogenannten Prämien. Da die Krankenkassen ihre Prämien jährlich für das Folgejahr anpassen dürfen, haben Sie das Recht, Ihre Krankenkasse zu wechseln und zum Jahresende zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Doch wie genau funktioniert das mit den Krankenkassenprämien?

Wie werden die Krankenkassenprämien festgelegt?

Die Krankenkassen dürfen ihre Prämien nicht willkürlich festlegen, sondern müssen sich an bestimmte Regeln halten. Aus diesem Grund müssen die Prämien der einzelnen Krankenkassen jedes Jahr vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) genehmigt werden.

Damit das BAG prüfen kann, ob die Prämienwünsche für das Folgejahr berechtigt sind, müssen die Krankenkassen ihre finanzielle Situation und ihre Prognosen für das laufende sowie das kommende Jahr vorlegen. Anhand dieser Daten kann das BAG die Wirtschaftlichkeit der Krankenkassen beurteilen, welche kostendeckend arbeiten müssen.

Ausserdem werden die finanziellen Reserven der Versicherungen überprüft. Eine wirtschaftlich schwächelnde Krankenkasse darf zwecks Rücklagenstellung höhere Prämien verlangen als eine, die über ein enormes finanzielles Polster verfügt. Das BAG berücksichtigt während des Genehmigungsverfahrens auch die individuelle Situation jeder Krankenkasse, wie Kostenentwicklung, Budget oder Mitgliederzahlen.

Nicht vergessen werden darf, dass eine Prämie nur dann genehmigt wird, wenn auch die übrigen rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden. Dazu zählen unter anderem Rabattangebote durch wählbare Franchisen, alternative Versicherungsmodelle sowie die Möglichkeit, die Unfallversicherung ausschliessen zu können.

Aktuelle News zu den Krankenkassenprämien 2020

Die Krankenkassenprämien kennen nur eine Richtung: nach oben. Auch 2020 ist mit einer erneuten Prämiensteigung zu rechnen. Hier finden Versicherte hier aktuelle Informationen rund um Krankenkassen, Prämien und Co.

24. September 2019:

Um zehn Uhr hat das Bundesamt für Gesundheit die Krankenkassenprämien für das kommende Jahr 2020 veröffentlicht. Der Preisanstieg fällt dieses Jahr glücklicherweise moderat aus: Im Schnitt steigen die Prämien nur um 0,3 Prozent. Die mittlere Prämie für Erwachsene beträgt nun 374,40 Franken.

In folgenden Kantonen sinkt die Prämie:

  • Argau
  • Bern
  • Basel-Stadt
  • Luzern
  • Schaffhausen
  • Solothurn
  • Schwyz
  • Waadt
  • Zug
  • Zürich

In folgenden Kantonen steigt die Prämie:

  • Wallis
  • Graubünden
  • Neuenburg
  • Tessin
  • Appenzell Ausserhoden

Nutzen Sie unseren neutralen Krankenkassenrechner, wenn Sie schnell und unverbindlich herausfinden möchten, ob Sie noch bei der günstigsten Krankenkasse sind.

11. September 2019:

Eine neue Untersuchung der Ärzteverbindung FMH zeigt, wie hoch die Belastung der Schweizer Haushalte durch die Prämien der obligatorischen Grundversicherung ausfällt. Die Studienautoren kommen zu dem Ergebnis, dass Haushalte mit älteren Paaren und Einzelpersonen am meisten für die Krankenversicherung aufbringen müssen, im Schnitt 20,6 Prozent des verfügbaren Einkommens in der niedrigsten Einkommensgruppe.

Die Erhebung belegt auch, wie unterschiedlich die Aufwendungen für die Krankenkassenprämien ausfallen: Während das erste Quintil durchschnittlich 14,4 Prozent vom verfügbaren Einkommen hierfür aufwenden muss, sind es beim fünften Quintil (dem wohlhabendsten Fünftel) nur 4,7 Prozent.

Aufgrund der Ergebnisse stellt die FMH folgende Überlegungen zur aktuellen politischen Diskussion an:

  • Die unterschiedliche Prämienlast erfordert eine gezielte Unterstützung von Haushalten mit geringem Einkommen.
  • Eine einheitliche Finanzierung ist nötig, um Prämienzahler und die Kopfprämien zu entlasten.
  • Eine hohe Prämienbelastung eines Teils der Haushalte rechtfertigt noch keinen Kostendeckel für die gesamte Gesundheitsversorgung.

04. September 2019:

Eine im Auftrag von moneyland.ch durchgeführte repräsentative Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass die Krankenkassenprämien die grösste Sorge der Schweizer und Schweizerinnen sind. Insgesamt 1500 Personen haben an der Online-Umfrage teilgenommen, von denen 74 % angaben, dass die Krankenkassenprämien ihnen „eher bis sehr grosse Sorgen machen“.

Auch das bekannteste Sorgenbarometer der Schweiz, das im Auftrag von der gfs.bern und CreditSuisse bereits im Juni 2019 veröffentlicht wurde, sieht die Sorgen über eine Kostenexplosion im Gesundheitswesen auf dem Vormarsch. 2018 wurden das Gesundheitswesen und die Krankenkassen als zweitgrösstes nationales Problem benannt.

01. September 2019:

Für einige Versicherte könnte es im kommenden Jahr günstiger werden: Wie mehrere Medien (NZZ am Sonntag, 20minuten) berichteten, könnten im kommenden Jahr in einigen Kantonen die Prämien sinken.

Zwar müssen die Krankenkassenprämien 2020 noch vom Bundesrat genehmigt werden, ehe sie Ende September veröffentlicht werden, aber sowohl Helsana als auch CSS bestätigten die Meldung.

Es wird spekuliert, dass es insbesondere in Kantonen, die nur moderate stationäre Spitalkosten haben, eine Prämienreduktion geben könnte. Laut dem Bundesamt für Gesundheit ist dies in Basel-Stadt, Baselland, Tessin, Graubünden, Wallis, Neuenburg, Nidwalden, Schwyz, beide Appenzell, Aargau, Schaffhausen, Bern, Uri, Solothurn und Glarus der Fall.

Halten Sie auch Ihre Freunde über die Entwicklung bei den Krankenkassenprämien auf dem Laufenden:

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Warum sind die Krankenkassenprämien unterschiedlich hoch?

Bei der Festlegung der Prämien wird die individuelle Situation jeder Krankenkasse berücksichtigt. Darunter fallen auch regionale Unterschiede, weswegen die Schweiz in unterschiedliche Prämienregionen eingeteilt ist. Einzelne Kantone sind eigenständige Prämienregionen, während sich kleinere Kantone oft zu einer Prämienregion zusammenschliessen. Grosse Kantone werden wiederum teilweise in mehrere Prämienregionen unterteilt, da sich die wirtschaftlichen Bedingungen in den einzelnen Regionen des Kantons stark unterscheiden können.

Was macht die Krankenkasse mit den Prämien?

Mit den Prämien finanzieren die Krankenkassen die erbrachten Leistungen für Versicherte und decken alle weiteren Kosten, die damit in Zusammenhang stehen. Dazu gehören etwa Verwaltungskosten, die Gehälter der Angestellten oder das Bilden von Rückstellungen.

Um ein besseres Bild davon zu bekommen, wie die Ausgaben der Krankenkassen verteilt sind, hat das Bundesamt für Gesundheit das Faktenblatt „Wozu werden die Prämien verwendet?“ erstellt. Daraus sind folgende Zahlen entnommen, welche die Kostenanteile der Krankenkassen für das Jahr 2016 prognostiziert hatten:

  • Ambulant (Arzt und Spital)
    0%
  • Spital stationär
    0%
  • Langzeitaufenthalte
    0%
  • Medikamente
    0%
  • Übrige Leistungen
    0%
  • Rehabilitation
    0%

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Wie können Versicherte bei den Krankenkassenprämien sparen?

Um bei den Krankenkassenprämien zu sparen, ist die einfachste Möglichkeit ein Krankenkassenwechsel. Wenn Sie die Krankenkassenprämien vergleichen, finden Sie schnell und einfach das günstigste Angebot. Ein Krankenkassenwechsel ist immer per Ende Jahr möglich. Dazu muss die Kündigung spätestens einen Monat bei der Krankenkasse vorliegen.

Prämienverbilligung für Geringverdiener

Personen, welche über bescheidene finanzielle Möglichkeiten verfügen, können in der Schweiz im Wohnkanton einen Antrag auf Prämienverbilligung stellen. Wird dieser bewilligt, werden die Krankenkassenprämien zum Teil staatlich finanziert. Dies gilt im Übrigen auch für Familienmitglieder, welche ebenfalls vom niedrigen Einkommen betroffen sind.

Wer hat Anspruch auf Prämienverbilligung?

Grundsätzlich haben alle versicherten Personen in der Schweiz, die ein geringes Einkommen erzielen, Anspruch auf eine Prämienverbilligung. Die Höhe des steuerbaren Einkommens, ab der Anspruch auf eine individuelle Prämienverbilligung besteht, ist jedoch je nach Kanton unterschiedlich festgelegt. Deshalb ist es durchaus möglich, dass von zwei Personen mit gleichem Einkommen und Wohnsitz in verschiedenen Kantonen nur eine Anspruch auf die Prämienverbilligung hat.

Wie wird die Prämienverbilligung beantragt?

In jedem Kanton gibt es eine zuständige Stelle, bei der die individuelle Prämienverbilligung beantragt werden kann. Die Adressen und Kontaktdaten der zuständigen Stellen können beim Bundesamt für Gesundheit angefragt oder auf dessen Homepage eingesehen werden.

Wie die Prämienverbilligung beantragt werden muss, ist ebenfalls nicht einheitlich geregelt. Informationen bezüglich des konkreten Vorgehens sind den Internetauftritten der zuständigen kantonalen Stellen zu entnehmen. Dort können in den meisten Fällen alle nötigen Formulare inklusive Ausfüllhinweisen direkt heruntergeladen werden. Bei einigen Kantonen wird man auch interaktiv durch die Antragstellung geführt. Der Antrag ist anschliessend ausgedruckt, unterschrieben und zusammen mit den zusätzlich erforderlichen Unterlagen bei der zuständigen Stelle einzureichen.

Im Kanton Zürich ist die Antragstellung besonders einfach. Die Sozialversicherungsanstalt (SVA) Zürich wird von den Gemeindesteuerämtern darüber informiert, wer Anspruch auf eine individuelle Prämienverbilligung hat. Den ermittelten Personen wird anschliessend direkt ein Antragsformular zugeschickt, welches sie lediglich unterschrieben zurückschicken müssen.

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